Berlin: „Endlich den Westen platt machen!“ – Prorussische Propaganda bei einer linken Demonstration

Deutschland Berlin

“Endlich den Westen platt machen!” – Prorussische Propaganda bei der linken Demonstration

Ab: 4:20 Uhr | Lesezeit: 3 Minuten

Auch die DDR scheint bei linken Demonstranten sehr beliebt zu sein. Luxemburg-Liebknecht-Demonstration in Berlin

Quelle: Jüdisches Forum für Demokratie und gegen Antisemitismus eV/WELT Screenshot

Nach einer Demonstration, bei der Tausende Menschen in Berlin den kommunistischen Führern Karl Liebknecht und Rosa Luxemburg gedachten, sorgten Bilder in den sozialen Medien für Aufsehen: eine von Russland illegal ausgerufene Flagge der Volksrepublik Donezk sowie antiwestliche Gesänge.

Ihre Videoaufnahmen haben die Diskussionen befeuert: Seit vielen Jahren dokumentiert das Jüdische Forum für Demokratie und gegen Antisemitismus eV die Demonstrationen vor allem in Berlin mit Kameras. Oft gelingen dokumentarische Nahaufnahmen, die in öffentlichen oder privaten Medien nicht zu sehen sind. Creator posten sie in den sozialen Medien.

Der Inhalt eines Videos vom Demonstrationszug am Sonntag in Berlin, mit dem Tausende Menschen Karl Liebknecht und Rosa Luxemburg gedachten, sorgt nun für Aufsehen. Amira Mohamed Ali, Fraktionsvorsitzende der Linkspartei im Bundestag, und Co-Vorsitzender Dietmar Bartsch werden bei der Gedenkfeier zum 104. Todestag der kommunistischen Führer anwesend sein. Auch Berlins Kultursenator Klaus Lederer stellte eine Nelke.

Im Video der Demonstration skandieren die linken Demonstranten – weißhäutig, akzentfreie Deutsche und überwiegend Männer – antiwestliche Parolen: „Mali, Donbass, Gaza-Stadt: Macht endlich den Westen platt!“. Ein Transparent der “kommunistischen Organisation”, das vor der Gruppe getragen wird, lautet: “Der Hauptfeind ist zu Hause.” Auch zu hören: “From Lützerath to Gaza, Yallah Intifada!”. Neben russischen Propagandaparolen berichtet das Jüdische Forum auch von antisemitischen Gesängen.

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Ein anderer Demonstrationsblock trägt den Slogan “Jugend zur Einheit, Jugend zum Kampf”, der von sozialistischen Gruppen wie “Rojas-Jugend” und “Kämpfende Jugend” verwendet wird, auf einem mit Hammer und Sichel geschmückten Transparent zwischen anderen Dinge und singt mit hörbarer Klarheit: “Nur wenn die Massen zu den Waffen greifen, kann der Sozialismus geschaffen werden!”

Bei derselben Veranstaltung beobachteten internationale Beobachter eine von Russland illegal proklamierte Flagge der “Volksrepublik Donezk”. Das sorgt auch im Internet für Diskussionen.

„Ich finde es toll, dass die einzigen zwei Orte in Europa außerhalb Russlands, an denen dies passiert, Serbien und Deutschland sind“, witzelte ein nordpolnischer Ingenieur mit einem verifizierten Konto und einer großen Reichweite auf Twitter. Der ursprüngliche Tweet, der zwei Fotos der Gruppe enthielt, stammte von einem britischen Korrespondenten und wurde seitdem mehr als 210.000 Mal aufgerufen.

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Eine öffentlich präsentierte Zustimmung zum russischen Angriffskrieg in der Ukraine kann in Deutschland geahndet werden. Als politische Demonstration findet die Liebknecht-Luxemburg-Demonstration jedes Jahr, auch nach dem Fall der Berliner Mauer, zum Gedenken an die KPD-Mitbegründer Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht statt, die am 15. Januar von Freikorps-Soldaten in Berlin getötet wurden. 1919. Traditionell endet sie am Sozialistendenkmal auf dem Zentralfriedhof Friedrichsfelde.

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