Bauen Sie Ihre eigenen Tastaturen: Googles seltsame Tastaturideen

– Googles seltsame Tastaturideen

Das Tech-Unternehmen denkt darüber nach, die Texteingabe zu verbessern. Das neueste Konzept nennt sich Gboard Bar, was unpraktisch, aber noch vielseitiger ist.

Gepostet heute um 15:18 Uhr

Wäre das nicht viel einfacher? In der Gboard-Leiste sind alle Schaltflächen in einer Reihe angeordnet.

Fotos: Google Japan

Die Tastatur, wie wir sie heute verwenden, ist ein historischer Kompromiss, der viel Raum für Verbesserungen bietet; manche nennen es sogar eine „abweichende Monstrosität“. Es erfüllt jedoch seinen Zweck. Und es hat den Vorteil, dass viele Benutzer es blind bedienen können.

Bei Google in Japan arbeiten Leute, die einerseits die Bildschirmtastatur-App Gboard weiterentwickeln, die es für Android und iPhone gibt. Andererseits präsentieren sie regelmäßig neue Designs für echte Tastaturen, die – sagen wir mal vorsichtig – exotisch sind. Der letzte Strich heißt Gboard Bar: Alle Knöpfe sind in einer einzigen Reihe angeordnet, was eine 1,65 Meter lange Leiste ergibt. Laut einem Blogbeitrag besteht der Vorteil darin, dass man bei der Suche nach einem Buchstaben „nur in eine Richtung schauen muss“.

Ein weiterer Vorteil ist, dass wir uns bei der Arbeit oft hinlegen können. Außerdem kann die Tastatur als “Fernbedienung” zum Drücken eines ferngesteuerten Lichtschalters oder als (etwas ungenaues) Lineal verwendet werden. Und aus Gründen der Vielseitigkeit erwägt das Gboard-Team die Veröffentlichung einer runden Version für Emojis, einer extra langen Version mit mehr Buchstaben und einer Gaming-Edition, die in sieben Farben leuchten kann.

Es ist nicht das erste Mal, dass das Gboard-Team in Japan neue Designs für die gute alte Tastatur vorstellt. Eine etwas ältere Idee ist Gboard Physical Handwriting, bei dem wir per Hand ein Symbol auf die Tastatur zeichnen. Bei der „Heißwasser-Tastatur“ sind die Tasten um eine Tasse herum angeordnet. Das ist noch unpraktischer als die einzeilige Tastatur, aber immer noch schöner anzusehen.

Die „Trinkwasser-Tastatur“: Die Ästhetik ist tadellos, aber die Benutzerfreundlichkeit stellen wir in Frage.

Ob diese Ideen als unverbindlicher Scherz oder als Nebenprodukt seriöser Konzepte gedacht waren, ist für Außenstehende nicht zu beurteilen. Und ja, es könnte auch nur eine schöne Promotion für Googles Tastatur-App sein, die dank vieler zusätzlicher Funktionen auch auf dem iPhone beliebt ist.

Das Engagement wird jedenfalls geschätzt: Das Google-Team hat die Bauanleitung für die Gboard Bar veröffentlicht, die alle nötigen Teile und das Layout der Leiterplatten enthält: Einem Nachbau der ungewöhnlichen Tastatur steht also nichts mehr im Wege . .

Matthias Schüssler ist Digitalredakteur und berichtet über Neuigkeiten aus Technologieunternehmen, Soft- und Hardware und unterstützt bei der sicheren Nutzung von Smartphones, Computern und Gadgets. Weitere Informationen@MrClicko

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