Ich war an diesem Tag nicht einmal im Büro
Aargauer Stift verklagt Ausbilder wegen Fräsmaschinenunfall
2019 blieb bei einem Industriebetrieb in Brugg ein Kugelschreiber mit der Hand in einer Fräsmaschine stecken. Der schwer verletzte Lehrling verklagte seinen ehemaligen Ausbilder. Sie war am Unfalltag noch nicht einmal in Betrieb.
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In einem Industriebetrieb in Brugg ereignete sich ein Arbeitsunfall, bei dem ein Lehrling schwer verletzt wurde. (Symbolfoto)
Mitte Januar 2019 arbeitete ein Lernender im ersten Lehrjahr bei einer Firma der Brugg AG an der Metallfräsmaschine. Obwohl es die Sicherheitsvorschriften verbieten, trug der damals 15-Jährige Handschuhe. Als er versehentlich mit der linken Hand nach dem Rotationsfräser griff, wurden seine Hand und sein Unterarm in die Maschine geschleudert.
Schuld an dem Unfall soll sein Ausbilder sein. Deshalb zieht der Ex-Stift nun vor Gericht und klagt wegen fahrlässiger Körperverletzung, wie die «Aargauer Zeitung» berichtet. Nur: Der Ausbilder war zum Unfallzeitpunkt nicht im Betrieb. Doch das ist der Staatsanwaltschaft Brugg-Zurzach egal. Sie fordert eine Busse von 7000 Franken sowie eine Busse von 1400 Franken.
Der Trainer arrangierte niemanden, der den Betrieb des Stifts kontrollieren könnte. Warum: Die Fräsmaschine darf von Schülern nur unter Aufsicht bedient werden, und das bis zum Ende des zweiten Ausbildungsjahres.
“Für mich war diese Stellvertreterregelung offiziell”
Der 49-jährige Trainer sagte dem Gericht, er habe einen Mitarbeiter mit der Übernahme des Stiftes beauftragt. „Laut meinem Manager sollten wir diese Dinge zwischen uns lösen. Für mich war dieses beigefügte Reglement offiziell», sagte er der «Aargauer Zeitung».
Weitere Gerichtsverfahren aus der Schweiz
Das Problem: Der Mitarbeiter weiß nicht mehr, wer an diesem Tag zuständig war. Auch die Feder wusste nichts von dieser Regelung. Die Verteidigung fordert den Freispruch des Ausbilders. Der Bleistift wurde auf der Fräsmaschine geübt. Zudem bestätigt auch die Firma Brugger, dass eine Regelung angehängt war. Nach dem Unfall war der junge Mann 17 Monate lang komplett arbeitsunfähig. Jetzt macht er eine Lehre im kaufmännischen Bereich. Das Urteil wird das Bezirksgericht Brugg im Dezember verkünden. (Hey)