An Affenpocken erkrankter Hund: Das Tier hat diese Symptome

Es ist der erste Fall weltweit: Ein Hund hat sich bei seinem Besitzer mit Pocken angesteckt. Der Vierbeiner hat Hautausschläge:

Diese Nachricht wird nun viele Hundebesitzer überraschen – kein Grund zur Panik! Frankreich hat den ersten bekannten Fall von Pocken, die von Menschen auf Tiere übertragen wurden. Zunächst infizierten sich zwei Männer mit dem Virus, kurze Zeit später zeigte auch ihr Hund typische Krankheitssymptome.

Mit Affenpocken infizierter Hund: ähnliche Symptome wie beim Menschen

Der Fall des ersten mit Affenpocken infizierten Hundes ereignete sich im Juni in Frankreich. Das Fachblatt „The Lancet“ berichtete darüber jedoch erst am 10. August. Die beiden fraglichen Männer haben sich durch Sex mit anderen Männern mit dem Virus infiziert. Während der Inkubationszeit der Affenpocken entwickeln sie typische Symptome wie Hautausschläge, Müdigkeit, Fieber und Kopfschmerzen. Auch n-tv berichtet darüber.

Die Männer leben zusammen in einem Haushalt und haben einen Hund. Auch diese zeigt zwölf Tage nach der Ansteckung bei beiden Patienten affenpockenähnliche Symptome. Er hat mehrere Läsionen auf der Haut und den Schleimhäuten. Außerdem finden sich mehrere mit Eiter gefüllte Knoten am Bauch und ein Geschwür am Rücken.

#Affenpocken: Übertragung von Mensch zu Hund #Lancet dokumentiert die Übertragung von #MPXV von Mensch zu Hund. Achtung -> keine schönen Bilder!https://t.co/d2Sz6hUbSZ

– Bert Weingarten (@WeingartenDE) 11. August 2022

Hund erkrankt an Affenpocken: Ein Vierbeiner hat bei infizierten Besitzern im Bett geschlafen

Heutzutage erkranken Männer häufiger beim Geschlechtsverkehr mit anderen Männern an Affenpocken. Experten weisen jedoch darauf hin, dass sich die Krankheit auch auf andere Weise ausbreiten kann. Direkter Kontakt mit Schorf, Körperflüssigkeiten, Speichel oder Hautausschlägen ist ausreichend. Es ist auch möglich, dass das Virus durch Gegenstände übertragen wird, die mit Körperflüssigkeiten kontaminiert sind.

Die Franzosen behaupten, dass unter anderem ihr Hund bei ihnen im Bett geschlafen habe. Es ist jedoch unklar, ob das Virus auf diese Weise übertragen wurde. Anhand seiner eigenen Symptome haben die Besitzer darauf geachtet, dass ihr Vierbeiner nicht mit anderen Hunden oder Menschen in Kontakt kommt.

Affenpocken-Fälle wurden übrigens erstmals im Mai 2022 in Deutschland festgestellt. Laut RKI wurden seitdem in den 16 Bundesländern 3.213 Affenpocken-Fälle gemeldet. Jetzt sinkt die Zahl leicht.

„Echte Hundekrankheit“: Experten raten, Haustiere während des Ausbruchs von Affenpocken zu isolieren

„Die Kinetik des Symptombeginns sowohl bei den Patienten als auch bei ihrem Hund weist unseres Wissens nach auf eine Übertragung des Affenpockenvirus vom Menschen auf den Hund hin“, zitieren die Autoren des Magazins n-tv. Experten vermuten „eine echte Hundekrankheit“ und „keine einfache Übertragung des Virus durch engen Kontakt mit Menschen oder Übertragung über die Luft“.

Jetzt wird darüber diskutiert, ob Haustiere von kranken Besitzern isoliert werden sollten. Die US-Epidemiebehörde passt bereits ihre Website an. Er behauptet, dass Hunde an Affenpocken erkranken können. Ob sich auch Katzen anstecken können, ist unklar. Beim Coronavirus gibt es immer wieder Fälle von Haustieren, die sich ebenfalls angesteckt haben.

Typische Symptome von Affenpocken

Typische Symptome von Affenpocken sind Fieber, Kopf- und Rückenschmerzen sowie geschwollene Muskeln und Lymphknoten. Charakteristisch ist auch ein Ausschlag mit Flecken oder Pusteln. Der Ausschlag tritt normalerweise im Gesicht, an der Hand oder am Fuß auf.

„Aber auch an Mund, Genitalien, Anus und Augen finden sich Haut- und Schleimhautveränderungen. Bei den aktuell auftretenden Fällen ist häufig ein Ausschlag an Genitalien und Anus zu sehen“, heißt es auf der Internetseite des Bundeszentrums für Gesundheit Ausbildung. Aber es gibt Möglichkeiten, sich vor Affenpocken zu schützen. (scherzen)

Rubrikenverzeichnis: © Sebastian Gollnow/dpa

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