Albert Rösti sagt Wahlkampfauftritt nach Kritik von links ab

Nach Kritik von links

Rösti sagt den Wahlkampfauftritt ab

Der Neo-Bundesrat Albert Rösti wird nicht wie geplant an einem Wahlkampf der SVP Region Basel teilnehmen. Sein Erscheinen dort hatte bei politischen Gegnern Wut ausgelöst.

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Albert Rösti übernahm, und schon zwei Wochen später wollte er als Wahlkampfmotor im Raum Basel agieren.

In den ersten 100 Tagen im Amt bleiben die neuen Bundesräte in der Öffentlichkeit. Das verlangt zumindest guter Sound. Und dazu hat auch Neo-Umweltminister Albert Rösti (55) zurückgefunden.

Eigentlich wollten die Berner am 18. Januar an einer SVP-Wahlkampfveranstaltung in Aesch BL teilnehmen. Nun der Chef: «Bundesrat Rösti wird am Anlass vom 18. Januar in Aesch nicht dabei sein», sagte eine Departementssprecherin auf Blick-Anfrage.

Erster Auftritt wohl am WEF

Und er bestätigt: «Bundesrat Rösti wird sich in den ersten 100 Tagen mit öffentlichen Terminen sehr zurückhalten.» Ganz von der Bildfläche verschwinden wird der neue SVP-Amtsrat aber nicht. Schliesslich steht nächste Woche das Weltwirtschaftsforum in Davos GR auf dem Programm, und angesichts des Krieges in der Ukraine und des fortschreitenden Klimawandels dürfte die Energiepolitik eines der grossen Probleme in den Bündner Bergen werden. Der neue Minister des Gastlandes wird nicht fehlen wollen.

Mehr Informationen zu Bundesrat Albert Rösti

Das Departement bestätigt zudem, dass das erste öffentliche Treffen «am WEF in Davos stattfinden kann». „Er wird höchstens vor einem vom Bundesamt für Energie organisierten Panel grüßen. Aber der Entscheid, ob und wann Bundesrätin Rösti ans WEF reist, fällt erst nächste Woche», so die Sprecherin weiter.

Kritik am Gastspiel Baselbieters

Auch am Elektrizitätskongress in Bern, der am 18. Januar stattfindet, wird Rösti eine Begrüssungsrede halten. Andererseits verzichtete er am selben Tag darauf, für seine Partei im Raum Basel Wahlkampf zu machen. Rösti hätte seine ehemalige Nationalratskollegin Sandra Sollberger (49) unterstützen wollen. Dies geschieht erstmals bei den Wahlen zum EZB-Rat, die am 12. Februar stattfinden.

Rösti’s Schützenhilfe kam bei der Konkurrenz nicht gut an. «Albert Rösti weiss nichts Besseres, als in den ersten 100 Tagen seiner Tätigkeit im Eidgenössischen Konkordanzrat zu einem kantonalen Wahlkampf und zu ‹Wahlgrossveranstaltungen› zu reisen?», twitterte der Basler SP-Nationalrat Eric Nussbaumer (62). Für ihn ist dies nichts weniger als ein “Versagen”: ein Fehler des neuen Magistrats.

Nussbaumer kann sich also entspannt zurücklehnen. Warum: Durch den Ausfall von Rösti wird sich auch die Misere der Baselbieter SP-Kandidaten nicht bessern. (sf/lha)

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