Abou-Chaker: Clanmitglied in den Libanon abgeschoben

Kriminalität Organisierte Kriminalität

Mitglied des Abou-Chaker-Clans, der in den Libanon deportiert wurde

Stand: 07:12 | Lesezeit: 2 Minuten

Die Berliner Polizei führt regelmäßig Razzien gegen die organisierte Kriminalität in der Stadt durch

Quelle: pa/dpa/dpa pa/Paultines

Er hat ein langes Vorstrafenregister und prahlte auf Instagram mit Luxusautos. Nun wurde Abdallah Abou-Chaker, 40, von Berlin in den Libanon abgeschoben. Nach einer Kontrolle in Beirut soll er dort auf freiem Fuß sein.

Der mehrfach vorbestrafte Abdallah Abou-Chaker wurde am Donnerstag von Berlin in den Libanon abgeschoben. Das berichten übereinstimmend die Zeitungen „Stern“ und „Bild“. Demnach wurde das Mitglied des bekannten Abou-Chaker-Clans von schwer bewaffneten Polizisten in einem Café im Bezirk Charlottenburg festgenommen und unter strengsten Sicherheitsvorkehrungen festgenommen.

Auf WELT-Anfrage bestätigte die Berliner Polizei die „Zwangsvollstreckung der Ausreisepflicht“, ohne weitere Details zu nennen. Laut „Stern“ soll der 40-Jährige nach einer Kontrolle durch die Behörden am Flughafen Beirut auf freiem Fuß sein.

Berichten zufolge verbrachte Abdallah Abou-Chaker mehrere Jahre in Deutschland im Gefängnis, unter anderem wegen Drogenhandels, Zuhälterei und Erpressung. Er soll auch dabei erwischt worden sein, wie er ohne Führerschein fuhr und Körperverletzung verursachte. Zuletzt wurde er Anfang des Jahres wegen Verdachts auf Zwangsprostitution und Vergewaltigung festgenommen. Er wurde jedoch nach kurzer Zeit entlassen.

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In einem Instagram-Account, über den die Zeitungen „Stern“ und „Bild“ berichteten, wurden Abdallah Abou-Chaker immer wieder teure Autos präsentiert, am liebsten ein orangefarbener Lamborghini. Einige Bilder versah er mit Hashtags wie #gucci oder #rolex.

Versuche, Abdallah Abou-Chaker abzuschieben, waren laut „Stern“ in der Vergangenheit gescheitert, weil seine Staatsangehörigkeit lange Zeit offiziell als „ungeklärt“ galt und der Libanon sich weigerte, ihn aufzunehmen. Das Magazin zitierte Berichte, wonach zwei jüngeren Brüdern von Abdallah Abou-Chaker nun die Abschiebung droht. Die beiden sollen kürzlich wegen Betrugs zu vier Jahren und zehn Monaten Haft verurteilt worden sein.

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