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Erstellt: 2023-01-02 14:52
Von: Katja Thorwarth
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Verteidigungsministerin Lambrecht in ihrer Neujahrsansprache. © Screenshot_Insta_C_Lambrecht
Verteidigungsministerin Christine Lambrecht (SPD) steht seit Beginn des Krieges in der Ukraine im Fokus. Er macht nicht immer eine gute Figur.
Berlin – Der Krieg in der Ukraine hat das Verteidigungsministerium und insbesondere seine ehemalige Ministerin Christine Lambrecht in den Fokus gerückt. Bisher machten Lambrecht und die übrige Führungsspitze allerdings einen unglücklichen Eindruck: Vor allem der Minister scheut sich vor Fehlern. Etwa, als er mit seinem 21-jährigen Sohn in einem Regierungshubschrauber von Berlin nach Norddeutschland flog. Nach einem Besuch bei der Truppe sollte ich auf die Insel Sylt fahren.
Blöd, dass der Sohn ein Foto auf Instagram gepostet hat, und im Internet hämische Kommentare mit dem Stichwort „Helikopter-Mama“ ließen nicht lange auf sich warten. Nun scheint Lambrecht erneut über Instagram gestolpert zu sein.
Verteidigungsministerin Christine Lambrecht (SPD) schlug nach der Neujahrsansprache zurück
Zumindest dort postete er an Silvester ein Video, das manche irritierte. Man sieht den Minister auf einem Berliner Platz stehen, im Hintergrund die ersten Böller und Silvesterknaller. Das erste Problem: Es ist schwer zu verstehen. Das zweite und wohl viel größere Problem ist, dass Lambrecht nicht viel mehr an den „Krieg in Europa“ denken kann als an „Eindrücke“, die er „gewinnen konnte“, und mehr an „viele Begegnungen mit großartigen Menschen“: „Und für dass ich Ihm sehr danke.“
„Meistens sieht man bei politischen Kommunikationskatastrophen die Absicht (die schief gelaufen ist). Aber das hier, von der Kulisse über die Texte und die Botschaft bis hin zum Sound, ist eine Katastrophe. Ich kann mir nicht vorstellen, was sie beim besten Willen erreichen wollten“, sagte ein User auf Twitter.
CDU-Verteidigungspolitiker Serap Güler geht noch weiter. Sie schlägt Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) vor, Lambrecht zu entlassen. Mit Blick auf den Krieg in der Ukraine schrieb er auf Twitter: „Kriegsrede mit Silvesterknallern im Hintergrund trägt nur zu seiner Peinlichkeitsserie bei. Also: jede Minute extra, die der Bundeskanzler diesen Minister noch hält und damit unserem Ruf schadet.“ Land geht noch mehr auf sein Konto”.
“Wer sollte uns so ernst nehmen?” – Der CDU-Politiker zu Lambrecht
Es geht nicht mehr um die Auslandswirkung eines Ministers, sondern um die Wahrnehmung Deutschlands in Europa und der Welt. „Wer soll uns so ernst nehmen?“, schrieb Güler am Montagmorgen. (ktho)