Freitag, 21. Oktober 2022 Börsentag

Nach erneuten Verlusten an der Wall Street und US-Anleiherenditen auf 14-Jahres-Hochs setzt sich die Talfahrt asiatischer Aktien fort. Allerdings sind die Steuern meist moderat. Bekannte Sorgen vor einer drohenden Rezession bei gleichzeitig steigenden Leitzinsen kochten erneut hoch und belasteten die Aktienmärkte. Auch politische Kapriolen in Großbritannien mit dem Rücktritt von Premierministerin Liz Truss sorgen für Verunsicherung. Auch Investoren, insbesondere in China, verhalten sich vorsichtig, da das mächtige Politbüro der Kommunistischen Partei Chinas am Wochenende ersetzt werden soll. Händler sehen in der Neubesetzung einen wichtigen Schritt für den wirtschaftlichen Kurs der Volksrepublik.

Der Nikkei hält sich mit einem Abschlag von 0,3 Prozent noch recht gut. In Japan ist die Verbraucherpreisinflation auf ein neues Achtjahreshoch gestiegen. Die 3-prozentige Inflationsrate dürfte die Zentralbank jedoch kaum dazu bewegen, ihre extrem lockere Geldpolitik zu überdenken. Kein Wunder also, dass der Yen weiter abwertet: Der Dollar hat inzwischen die 150-Yen-Marke überschritten und befindet sich auf einem 32-Jahres-Hoch. Rufe nach einer Intervention zur Stützung der japanischen Währung werden in Japan zunehmend laut. Der Aktienmarkt wird von den Sektoren öffentliche Dienstleistungen, Chemie und Immobilien belastet. Branchen leiden unter hohen Energiekosten und steigenden Zinsen.

In China gibt es keinen einheitlichen Trend. Während der HSI in Hongkong gerade hält, ist der Shanghai Composite wirklich positiv und positiv. Naura Tech und Advanced Micro-Fabrication Equipment fielen um 5,7 Prozent bzw. 5,8 Prozent, nachdem Berichte über eine Ausweitung der US-Beschränkungen für Technologieexporte nach China berichtet worden waren. Tongwei steigt nach positiven Handelszahlen um 0,8 Prozent. China Mobile (-0,5 %) und China Telecom (-1 %) meldeten ebenfalls Quartalsdaten.

Der Kospi in Südkorea verlor 0,3 Prozent, belastet von Energie- und Bauaktien. Vorläufige Exportdaten für den Zeitraum vom 1. bis 20. Oktober zeigen, dass dem Land im Oktober ein weiteres Handelsdefizit droht.

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