Russische Angriffe auf Bachmut: Video zeigt ein chaotisches Schlachtfeld

Laut Militärgouverneur Kyrylenko wurden nach dem Abzug russischer Truppen aus der ostukrainischen Stadt Lyman sechs weitere Zivilisten tot aufgefunden. Nach Angaben lokaler Behörden waren dort bereits zahlreiche Gräber entdeckt worden.

Kämpfe in Cherson

Nach Angaben des Generalstabs von Kiew hat die ukrainische Armee mehrere Munitionsdepots der russischen Armee in der Region Saporischschja zerstört. Auch dies konnte nicht unabhängig überprüft werden. Das ukrainische Militär berichtete auch über anhaltende Kämpfe in der Region Cherson.

Bombardierung von Donezk

Unterdessen berichteten russisch geführte Separatisten in der Ostukraine, dass die ukrainische Armee die Stadt Donezk beschossen habe. Ein Verwaltungsgebäude sei schwer beschädigt worden, sagte Bürgermeister Alexej Kulemsin nach Angaben der staatlichen Nachrichtenagentur Tass. Unter anderem seien Fenster eingeschlagen und Autos in Brand gesteckt worden, sagte er.

Kulemsin sprach von mindestens zwei Verletzungen. „Wie durch ein Wunder ist niemand gestorben“, sagte er. Die Informationen konnten nicht unabhängig bestätigt werden. Die Industriestadt Donezk ist seit 2014 unter der Kontrolle prorussischer Separatisten.

Von Moskau unterstützte Kräfte machten am Sonntag das ukrainische Militär für 40 Angriffe auf Ziele in der von Russland anerkannten „Volksrepublik Donezk“ innerhalb von 24 Stunden verantwortlich. Ein Zivilist wurde getötet und vier weitere verletzt.

Belgorod: Mehr Beschwerden

Auch in der russischen Region Belgorod im Norden der Ukraine machte Gouverneur Wjatscheslaw Gladkow die Ukraine für die Bombenanschläge verantwortlich. Drei Familienmitglieder seien verletzt worden, teilte Gladkow per Telegramm mit.

Geht Russland die Munition aus?

Inzwischen kann Russland laut britischen Geheimdiensten mit der Munitionsproduktion nicht mehr mithalten, da es sich auf einen Angriffskrieg gegen die Ukraine konzentriert. „Es ist unwahrscheinlich, dass die russische Verteidigungsindustrie in der Lage sein wird, fortschrittliche Munition in dem Maße herzustellen, in dem sie verbraucht wird“, sagte das britische Verteidigungsministerium am Sonntag in seinem Bericht über den ukrainischen Kriegsgeheimdienst.

Mehr als 80 Raketenangriffe auf mehrere ukrainische Städte Anfang dieser Woche markierten eine weitere Verschlechterung des russischen Bestands an Langstreckenraketen, sagten die Briten. Dies wird wahrscheinlich die Fähigkeit Russlands einschränken, diese Anzahl von Zielen in Zukunft erneut zu treffen.

Rund siebeneinhalb Monate nach Kriegsbeginn hat Russland am Montag mehr als 80 Raketen auf die Ukraine abgefeuert, darunter auch die Hauptstadt Kiew. Rund 20 Menschen wurden getötet und mehr als 100 verletzt. Der russische Präsident Wladimir Putin kündigte am Freitag an, dass Angriffe auf verfehlte Ziele „nachgeholt“ würden. Gleichzeitig betonte er, dass derzeit keine weiteren großangelegten Angriffe absehbar seien.

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