Stand: 02.09.2022 00:44
Am 6. Januar 2021 griff ein New Yorker mit einem Fahnenmast einen Polizisten vor dem Capitol an. Ein Richter entschied, dass er für zehn Jahre ins Gefängnis muss. Der Sträfling war 20 Jahre lang Polizist in New York gewesen.
Ein ehemaliger Polizist wurde zu 10 Jahren Gefängnis verurteilt. Er war an der Erstürmung des Kapitols am 6. Januar 2021 beteiligt, griff einen Polizisten mit einem metallenen Fahnenmast an und versuchte dann, ihm seine Gasmaske vom Gesicht zu reißen. Die Auseinandersetzung wurde von der am Körper montierten Kamera des Washingtoner Polizeibeamten aufgezeichnet.
Es ist die längste Haftstrafe in den Aufruhrprozessen in Washington. Derzeit sind rund 250 Urteile ergangen.
Der Angreifer entschuldigt sich beim Opfer
Der 56-jährige Angreifer behauptete im Prozess, in Notwehr gehandelt zu haben. Er entschuldigte sich bei dem Polizisten, den er angegriffen hatte. Ich wünschte, ich wäre nie nach Washington gegangen.
„Ich glaube nicht, dass Sie ein schlechter Mensch sind“, sagte der Richter bei der Urteilsverkündung. Vielmehr sei die Ex-Polizei „im Moment ertappt“ worden, doch auch das habe Folgen gehabt.
Der Verurteilte muss seine Haftstrafe nicht sofort antreten. Er hatte 20 Jahre als Polizist in New York gearbeitet, davor war er vier Jahre Soldat bei den US-Marines.
Angetrieben von Trump
Am 6. Januar 2021 stürmten Anhänger des gestürzten US-Präsidenten Donald Trump gewaltsam den Sitz des Parlaments in der Hauptstadt Washington. Dort traf sich der Kongress, um den Sieg von Trumps demokratischem Rivalen Joe Biden bei der vorangegangenen Präsidentschaftswahl zu bescheinigen. Kürzlich hatte Trump seine Anhänger in einer Demonstration aufgehetzt und behauptet, sie hätten ihm den Wahlsieg gestohlen.