Lange kam Gareth Bale in seinem 109. Länderspiel kaum zum Einsatz, doch der 33 Jahre alte walisische Rekordspieler bewies in der 82. Minute für die Nationalmannschaft, was der Nordverteidiger – der Amerikaner Walker Zimmerman – unsanft einmischte Strafraum, der Mann mit dem Foul ging direkt zum Elfmeterpunkt. Bale behielt die Nerven und traf kraftvoll ins rechte Eck zum 1:1, seinem 41. Mal für die Nationalmannschaft. Dabei blieb es, obwohl Brennan Johnson in der 89. Minute noch eine Siegchance hatte.
Im ersten WM-Spiel seit 64 Jahren (1958 hatte man in Schweden das Viertelfinale erreicht) war Wales zuvor nicht eingewechselt worden. Erst in der zweiten Halbzeit kamen die Briten aus der Fassung und hatten durch Ben Davies in der 64. Minute ihre erste echte Chance. Matt Turner kann seinen Kopfball in der US-Box verarbeiten.
Weah bringt uns voran
Schon früh dominierten eindeutig die Amerikaner das Geschehen im Ahmad-Bin-Ali-Stadion von Al-Rayyan. Sie waren überhaupt nicht beeindruckt von der Menge lauter walisischer Fans. Sie brauchten nicht lange, um sich einen Namen zu machen, Josh Sargent verpasste die Führung mit einem Kopfball am Pfosten in der 9. Minute.
Im gleichen Stil ging es weiter – Gregg Berhalters Angriffe kniffen Wales mit viel Ballbesitz von hinten und nutzten die Überlegenheit in der 36. Minute, Tim Weah, brillant von Christian Pulisic eingewechselt, lenkte den Ball an Wayne Hennessey vorbei ins Netz äußeres Oberteil. Der 22-jährige Sohn des legendären Weltmeisters von 1995, George Weah, hat nicht nur das Ziel vor Augen: Für Liberia stand der Senior Weah noch nie bei einer WM auf dem Platz.
Den USA, die ihrerseits nach der Abwesenheit in Russland erstmals seit 2014 wieder bei einer WM dabei waren, muss vorgeworfen werden, in der zweiten Halbzeit nicht mit der nötigen Vehemenz nach dem zweiten Tor gesucht zu haben.
So läuft das
Wales trifft am Freitag auf den Iran als Favoriten. Am selben Tag traten die USA gegen England an, das mit einem souveränen Sieg in die WM startete.