Eine Hormonersatztherapie kann das Risiko einer Depression erhöhen

Eine systemische Hormonersatztherapie bei Frauen in den Wechseljahren kann das Risiko einer Depression erhöhen. Besonders bei Patienten bis zum 50. Lebensjahr. Das zeigt eine dänische Studie.

Eine systemische Hormonersatztherapie kann mit einem erhöhten Risiko für Depressionen vor und während der Menopause verbunden sein. Das zeigt eine im Fachjournal JAMA Open Network veröffentlichte Studie. Besonders hoch ist das Risiko in den ersten Jahren nach Therapiebeginn.

In den Wechseljahren sinken die Östrogen- und Progesteronspiegel. Dann leiden 60 bis 70 Prozent der Frauen an Wechseljahresbeschwerden wie Stimmungsschwankungen und Hitzewallungen. Dadurch soll die Gabe von Hormonen vermieden werden.

Die Forscher werteten die Verordnungen von Hormonpräparaten aus

Die nationale Studie umfasste alle Frauen in Dänemark im Alter von 45 Jahren zwischen dem 1. Januar 1995 und dem 31. Dezember 2017. Sie hatten keine Eierstockentfernung, keinen Brustkrebs oder Krebs der Fortpflanzungsorgane. Sie wurden bis zum 31. Dezember 2018 beobachtet.

Forscher der Krankenhäuser Bispebjerg und Frederiksberg in Frederiksberg bewerteten die Verschreibungen für verschiedene Arten der Hormonersatztherapie, die zwischen 1995 und 2017 ausgestellt wurden. Die Form der Verabreichung wurde in systemisch (oral oder transdermal) und lokal (intravaginal oder intrauterin) unterteilt.

Eine Hormonersatztherapie kann das Risiko einer Depression erhöhen

Die Ergebnisse zeigten, dass im Alter von 45 bis zu einem mittleren Alter von 56 Jahren 189.821 Frauen eine systemische oder lokale Hormonersatztherapie erhielten (23 %) und bei 13.069 Frauen eine Depression diagnostiziert wurde (1,6 %).

Die systemische Hormonersatztherapie wurde meist vor dem 50. Lebensjahr begonnen und war mit einem erhöhten Risiko für spätere Depressionen verbunden, insbesondere bei Frauen im Alter von 45 bis 50 Jahren. Darüber hinaus stieg das Risiko insbesondere im Jahr nach Beginn der Behandlung sowohl mit Östrogen allein als auch mit Östrogen plus Gestagen.

Eine lokale Hormontherapie senkte das Depressionsrisiko ab dem 54

Eine lokal verabreichte Hormonersatztherapie war bei Frauen unter 45 Jahren nicht mit einem erhöhten Depressionsrisiko verbunden. Es wurde sogar mit einem verringerten Risiko für Depressionen in Verbindung gebracht, wenn es nach dem 54. Lebensjahr begann.

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