Christian Lindner ist offen für Zuschüsse für deutlich höhere Reisende

Steuervorteil von Deutschland

Lindner ist offen für deutlich höhere Fahrgastleistungen: Die Grünen sind besonnen

Stand: 16:50 | Lesezeit: 3 Minuten

FDP-Finanzminister Christian Lindner spricht sich für eine Erhöhung der Fahrtkostenzuschüsse aus

Quelle: Kay Nietfeld / dpa

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Aufgrund steigender Energiepreise plädiert Christian Lindner dafür, den Nutzen für Reisende zu erhöhen. Dies soll nicht wie bisher nur für Fernreisende gelten. Die SPD lobt die Idee, die Grünen reagieren ablehnend.

Angesichts steigender Energiepreise zeigt sich Bundesfinanzminister Christian Lindner (FDP) offen für eine deutliche Ausweitung des Reiseangebots ab dem kommenden Jahr.

Lindner sagte der Deutschen Presse-Agentur am Dienstag: „Viele Menschen müssen täglich zur Arbeit pendeln. Sie sind besonders von hohen Energiekosten betroffen. Auch diesen Arbeitsplatz der Gesellschaft sollten wir in Zukunft entlasten.“ Ich bin offen für eine deutliche Steigerung die Fahrtkostenpauschale ab dem nächsten Jahr. Die Erhöhung soll ab dem ersten Kilometer gelten und nicht nur für Fernreisende gelten.“

Die Flatrate gilt unabhängig vom gewählten Verkehrsmittel, setzt Anreize für kosten- und energiesparendes Verhalten. „Insofern spricht nichts gegen eine Aufstockung und Ausweitung der Pendlerumlage“, sagt Lindner.

Bis Kilometer 20 beträgt die Pauschale derzeit 30 Cent pro Kilometer. Im Frühjahr hatte die Koalition im Rahmen eines Entlastungspakets eine höhere Pauschale für Fernreisende beschlossen: Das sind Bürger, die 21 oder mehr Kilometer zur Arbeit fahren müssen. Rückwirkend zum 1. Januar können sie mit 38 Cent pro Meile rechnen, drei Cent mehr als bisher. Dies gilt bis 2026.

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Die Fahrtkostenpauschale ist Teil der einkommensbezogenen Aufwendungen in der Steuererklärung. Gleichzeitig hatte sich die Koalition darauf verständigt, die Gesamtsumme in dieser Legislaturperiode neu zu ordnen und ökologische und soziale Belange stärker zu berücksichtigen.

Auch gegenüber höheren Zuschüssen für Reisende ist die SPD aufgeschlossen

In der Ampelkoalition rief Lindners Vorschlag ein geteiltes Echo hervor. SPD-Fraktionsabgeordneter Achim Post sagte: „Grundsätzlich kann aus meiner Sicht eine Anhebung des Fahrtkostenzuschusses ab dem ersten Kilometer durchaus ein Instrument sein, um gerade im ländlichen Raum wirksame zusätzliche Entlastungen für Beschäftigte zu schaffen“.

Dagegen äußerte der Vizepräsident der Grünen, Andreas Audretsch, Vorbehalte. „Eine bloße Erhöhung des Zuschusses für den täglichen Arbeitsweg würde vor allem Menschen zugutekommen, die viel verdienen und keinen Anreiz bieten, mehr Kraftstoff zu sparen. Damit werden die Kernvoraussetzungen für Entlastungsmaßnahmen in diesen schwierigen Zeiten nicht erfüllt.“

Nordrhein-Westfalens Finanzminister Marcus Optendrenk (CDU) begrüßte Lindners Initiative: „Aus meiner Sicht ist es ein gutes Zeichen, dass die Bundesregierung jetzt hier etwas bewegt und Bürgerinnen und Bürger bei langen Anfahrtswegen vor allem im ländlichen und stadtnahen Raum unterstützt“. und Union Wirtschaftsunion hatten eine Erhöhung des Distanzbonus auf 60 Cent ab dem ersten Kilometer gefordert. Die „Benzinpreisbremse“ an der Ampel reicht hinten und vorne nicht aus. Für den Zeitraum von Juni bis August wurde der Energiesatz der Betankung reduziert.

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Lindner hatte sich in diesem Jahr gegen ein neues Hilfspaket ausgesprochen und darauf hingewiesen, dass viele der bereits beschlossenen Maßnahmen, wie etwa die Abschaffung des Ökostromsystems durch die Stromrechnung, noch andauerten. Der Haushaltsentwurf der Regierung für 2023 sieht vor, die während der Corona-Pandemie ausgesetzte Schuldenbremse wieder aufzunehmen. In dem Entwurf sind für die Entlastung Mittel in Höhe von rund zehn Milliarden Euro vorgesehen.

Verkehrsverbünde wurden wegen eines höheren Zuschusses für Reisende kritisiert. „Nach dem Tankrabatt das nächste 1-Milliarden-Dollar-Geschenk für Autofahrer“, sagte Dirk Flege, Hauptgeschäftsführer der Allianz pro Schiene. 80 Prozent des Reisezuschusses gehen an die Fahrer.

Der verkehrspolitische Sprecher des Verkehrsclub Deutschland, Michael Müller-Görnert, bezeichnete die Erhöhung der Flatrate als sozial ungerecht. Niedrigere Einkommensgruppen, die am stärksten von steigenden Energie- und Kraftstoffpreisen betroffen sind, würden mit einer höheren Reisekostenpauschale nicht entlastet, da sie keine oder nur geringe Steuern zahlen. „Deshalb sollte die Bundesregierung die Entfernungspauschale in eine einkommensunabhängige Mobilitätspauschale umwandeln. Davon profitieren alle, insbesondere einkommensschwächere Haushalte.“

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