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Das Hotel und Restaurant Bad Bubendorf erhebt ab dieser Woche einen Energiekostenbeitrag von fünf Prozent.
Ein gemütlicher Abend im Restaurant Bad Bubendorf BL mit Cordon Bleu und einem Glas Alkohol. Doch die Rechnung hält eine Überraschung bereit: Statt 143 Franken müsste ein Blick-Leser 150 Franken bezahlen. Ab dieser Woche erhebt Bad Bubendorf einen Energiekostenbeitrag von fünf Prozent. Bis zu einer Limite von 999 Franken wird jede Rechnung automatisch hinzugefügt.
„Der Energiekostenbeitrag hat uns sehr überrascht, wir finden ihn frech“, sagen Blick-Leser. Weitere Ratschläge gäbe es nicht.
Der Strompreis stieg um das Zehnfache
Felix Suhner (58), der Bad Bubendorf, weitere Hotels und ein Restaurant betreibt, zeigt angesichts des Unmuts seiner Kunden Verständnis: „Wir mussten diese temporäre Umlage einführen, weil sich unsere Stromkosten von fünf Cent pro Kilowattstunde auf das Zehnfache erhöht haben 50 Cent.” Der Arbeitgeber schloss seine Stromverträge jährlich ab.
Ende letzten Jahres, als die Preise bei 25 Cent pro Kilowattstunde lagen, entschied er sich, fortan den Tagesstrompreis zu zahlen. Im Sommer sind die Preise stark gestiegen. „Die Stromkosten machen heute ein Zehntel unserer Betriebskosten aus. Das ist eine beispiellose Situation”, sagt Suhner gegenüber Blick.
Damit ihr Betrieb auch nach einer herausfordernden Corona-Pandemie und in Zeiten des Fachkräftemangels profitabel bleibt, führte Suhner die Mehrkosten ein: „Wir wollten die Kosten nicht in unseren Preisen verstecken. Stattdessen deklarieren wir den Zuschlag temporär bei der Herstellung Reservierung und auf der Speisekarte.“ Sobald die Strompreise wieder sinken, können die Umlagen schnell wieder reduziert oder ganz abgeschafft werden.
Interessierte gastronomische Verbände
Laut dem Gastronomieverband Gastrosuisse machen sich sechs von zehn Restaurants Sorgen über eine mögliche Energieknappheit. „Doch der Branchenverband fordert die Politik auf, schnell zu handeln, um die Strom- und Gaskostenexplosion zu stoppen. Andernfalls ist die Existenz von Zehntausenden von Unternehmen bedroht“, heißt es in einer aktuellen Pressemitteilung des Verbands.