15.08.2022 um 08:36 Uhr von Maximilian Hohm – Solidigm, eine von SK Hynix aus Intels SSD-Sparte gegründete Marke, präsentierte auf dem Flash Memory Summit 2022 die erste PLC-SSD. PLC-Speicher hat fünf Bits pro Zelle, was die Fehleranfälligkeit weiter erhöht und Komplexität sowie maximale Kapazität und Dichte im Vergleich zu QLC-Speicher. Lesen Sie weiter unten mehr darüber.
TLC- und QLC-Speicher sind den meisten Computerenthusiasten vertraut, wenn es um Solid State Drives (SSDs) geht. Doch nun will Solidigm, eine neue Marke des Speicherherstellers SK Hynix, der Intels SSD-Sparte übernommen hat, neue Speicher auf den Markt bringen. Während des Flash Memory Summit 2022 wurde ein SSD-Prototyp mit dem neuen Speicher vorgestellt. NAND-Flash hat fünf Bits pro Speicherzelle und wird daher als Penta-Level-Cell (PLC) bezeichnet.
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Rob Crooke und Sanjay Talreja von Solidigm freuen sich, „heute die branchenweit erste SSD-PLC in Aktion zu präsentieren“. Die Enthüllung markiert einen „großen Meilenstein“ für das Unternehmen und eine neue Speichertechnologie „mit weitreichenden Auswirkungen“. Der große Vorteil von SPS-Speichern, insbesondere gegenüber TLC-Speichern, die relativ viel Platz benötigen, ist die hohe Kapazität und Dichte, die den Speicher insbesondere für Rechenzentren ideal macht. Frühere Technologien boten 1 Bit pro Speicherzelle für SLC-Speicher, 2 Bit für MLC, 3 Bit für TLC und 4 Bit für QLC.
Damit könnten HDDs in Rechenzentren, die immer noch 85 Prozent aller Daten enthalten, nach und nach durch schnellere SSDs ersetzt werden, die weniger Strom und Platz benötigen, aber pro Speichermenge deutlich teurer sind. Der SPS-Speicher ist jedoch nicht ohne Nachteile. Mit maximal 32 Zuständen statt 16 wie beim QLC-Speicher steigt auch die Fehleranfälligkeit des Speichers deutlich und die Steuerungen müssen komplexer werden. Zumindest theoretisch ist PLC noch langsamer als QLC-Speicher und noch weniger langlebig, aber Solidigm könnte dies mit einem Floating-Gate-Design ausgleichen. Allerdings scheint das alles noch Zukunftsmusik zu sein, denn laut dem technischen Direktor des Konkurrenten Western Digital ist mit SPS-Speicher nicht vor 2026 zu rechnen.
Quelle: Computerbase & Solidigma