Politik
Wie angekündigt startet das Land Steiermark einen weiteren 24-Stunden-Rettungshubschrauber. Bei der Regierungssitzung am Donnerstag soll ein entsprechendes Umsetzungskonzept für den Standort Niederöblarn in Auftrag gegeben werden.
10.08.2022 11.07
Online seit heute, 11.07 Uhr
Als Soforthilfe gegen den diskutierten Notärztemangel wurde Mitte Juli auf einem Notärztegipfel ein weiterer Rettungshubschrauber für die Steiermark beschlossen, der 24 Stunden am Tag eingesetzt werden kann und in Niederöblarn stationiert sein wird. Mehr dazu im 24-Stunden-Rettungshubschrauber für Niederöblarn (01.08.2022).
Auftrag soll am Donnerstag ausgeführt werden
Auch die Landesregierung gibt nun den ersten Umsetzungsschritt bekannt, der am Donnerstag in einer Regierungssitzung beschlossen werden soll. Konkret sei ein Antrag auf Zulassung des 24-Stunden-Notarzthubschraubers am Stützpunkt Niederöblarn gestellt worden, hieß es im Landesrundfunk am Mittwoch und zitierte Landeshauptmann Christoph Drexler (ÖVP) wie folgt: „Wir werden Mitte des Jahres beim Emergency Medical Summit dabei sein -Juli haben Experten Maßnahmen entwickelt, um die notfallmedizinische Versorgung der Steirer weiter zu verbessern. Ein zweiter nachtfähiger Helikopter wird dazu einen wichtigen Beitrag leisten.“
APA/ÖAMTC
Viele Argumente für Niederöblarn
Der Antrag sorge laut Aussendung auch dafür, dass sowohl die Wetterlage als auch die Entlastung der Bodenrettungsstützpunkte im Ennstal für den Einsatz in Niederöblarn sprächen. In diesem Gebiet soll es weniger Nebel geben als beispielsweise im Grazer Becken, und es gibt auch keine gesetzlichen Flughindernisse. Denn am Flughafen Graz gilt eine Bundesverordnung, die Nachtflüge verbietet, was auch für Rettungshubschrauber gilt.
Inbetriebnahme für Herbst geplant
Nach der Inbetriebnahme des dritten Rettungshubschrauberstützpunktes der Steiermark in St. Michael im Jahr 2020, der von Beginn an im 24-Stunden-Betrieb war, wird der Hubschrauber am Standort Niederöblarn als zweiter Rettungshubschrauber im 24-Stunden-Betrieb mit Hilfe der Nachtschicht der Sichtgeräte für Aufgaben zur Verfügung stehen.
Bereits im Herbst soll der neue Nachthubschrauber nach Angaben des Leiters des Katastrophenschutzes, Harald Eitner, abheben: „Mit der Ausweitung des Flugbetriebs am Standort Niederöblarn ist aufgrund der günstigen rechtlichen und infrastrukturellen Rahmenbedingungen Vermutlich wird es noch in diesem Jahr möglich sein, eine deutliche Verbesserung der notärztlichen Versorgung zur Nachtversorgung zu erreichen.“ Man arbeite bereits mit Hochdruck daran, „Christophorus 14 für den 24-Stunden-Betrieb vorzubereiten“, so die ÖAMTC Flugrettung Steiermark. Weitere Maßnahmen des Notfallmedizinpakets sollen im August vorgestellt werden.