Die Bundesliga hat einen Nationalspieler zurück. Timo Werner hat am Dienstag einen Vierjahresvertrag bei seinem Ex-Klub RB Leipzig unterschrieben und könnte sogar gegen den 1. FC Köln Samstag. Denn am Mittwoch soll die Mannschaft laut Sky mit dem Training beginnen.
Update: RB Leipzig hat den Transfer am Dienstagabend offiziell gemacht. Er verbrachte zwei Jahre in London, was schwieriger war als erwartet. „Für mich war es damals ein würdiger Abschied als Rekordtorschütze“, sagte Werner auf der Vereinshomepage. „RB Leipzig hat sich in den letzten zwei Jahren weiterentwickelt, genau wie ich.“ Jetzt ist er zurück und will als erster Stürmer von RB Leipzig die 100-Tore-Marke knacken. Er bekommt wieder die Nummer 11 als Trikotnummer.
Zahlt RB Chelsea insgesamt bis zu 30 Millionen Euro?
20 Millionen Euro sollen die Sachsen für den Deal zugesagt und weitere zehn Millionen Boni ausgehandelt haben. Vor zwei Jahren wechselte Werner für rund 55 Millionen Euro an die Stamford Bridge.
Am Montagabend landete der 26-Jährige gegen 20.30 Uhr mit einer Privatmaschine des RB-Konsortiums am Flughafen Leipzig/Halle, stieg dann direkt auf dem Rollfeld in eine schwarze Limousine und wurde in ein Hotel im Zentrum gebracht von Leipzig. Dort wartete neben RB-Funktionären auch der ehemalige Sportpsychologe Sascha Lense, Vater von Werners Freundin Paula. An diesem Dienstagmorgen stand die obligatorische ärztliche Untersuchung an.
Oliver Mintzlaff gelingt der nächste Coup
Verantwortlich für den Transfer war Oliver Mintzlaff, der sofort zum Telefon griff, wenn der neue Sportdirektor ausfiel, nachdem Werner erstmals seine Unzufriedenheit geäußert hatte. Dass der Ex-Stürmer nun fest verpflichtet und nicht nur ausgeliehen werden konnte, ist nach der Verlängerung von Christopher Nkunku ein weiterer Coup für den Geschäftsführer von RB Leipzig. „Du hast viel mit ihm und Sesko gemacht, Leipzig kann sehr glücklich sein“, sagt Jan-Arge Fjörtoft bei Sky.
Timo Werner muss glücklich sein
Der frühere Bundesliga-Stürmer hatte den Ex-Leipziger auch in London beobachtet und gesehen, wie unglücklich Werner dort agierte. “In England sagt man, die Bundesliga sei nicht so stark. Und Werner hatte viele Chancen, hat aber kein Tor erzielt. In London hat es für ihn einfach nicht funktioniert.” An mangelndem Talent liegt dies aber sicher nicht. „Er wird wahrscheinlich für einen anderen Favoriten zur WM spielen. Es geht um ihn, er muss glücklich sein, guten Fußball zu spielen.“
Hamann: „Es macht sehr viel Sinn“
Auch Ex-Liverpooler Dieter Hamann befürwortete den Transfer ausdrücklich. Aus Sicht des Stürmers ist der Wechsel für das WM-Spieltraining absolut notwendig. “Er hatte hier eine sehr erfolgreiche Zeit. Das macht für beide Seiten sehr viel Sinn.”