Axenstrasse: Auf der Suche nach einem Autowrack auf dem Grund des Sees

24. Juli 2022

Kurz nach dem Unfall stehen Zeugen an der Absturzstelle fassungslos da.

AfBN-Webcam

Der Verkehr wurde am Sonntag abrupt unterbrochen. Autofahrer auf beiden Seiten hielten am Wolfsprung an, stiegen aus ihren Autos, gingen zum geschnittenen Eisengeländer und starrten ungläubig 50 Meter in die Tiefe. Ein Fahrzeug hatte gerade die Axenstrasse verlassen und stürzte in den Vierwaldstättersee.

Die Staus auf der Strecke wurden am Sonntag um 12 Uhr von der Webcam der Straßenmeisterei aufgezeichnet. Die fest installierte Überwachungskamera des National Highway Operations Bureau dokumentiert den Verkehrsfluss vom Rastplatz Wolfsprung in Richtung Norden.

Alle paar Minuten wird ein Screenshot öffentlich gepostet (die Kamera ging am Sonntagnachmittag vorübergehend offline). Inzwischen hat die Polizei Zugriff auf das Originalmaterial. Je nach Qualität der Videoaufnahmen könnte dies zur Klärung des Unfallhergangs beitragen.

Das kaputte Geländer.

Bild: Geri Holdener

Anhand der Unfallspuren steht bisher fest, dass das Unfallfahrzeug auf dem Weg zum Mosi-Tunnel zunächst rechts in die nahegelegene Felswand prallte. Es riss ein Rad ab und flog direkt in ein entgegenkommendes Auto. Auch die Aussagen dieser Gefangenen fließen in die Polizeiarbeit ein. Das schnell angelaufene Rad ließ Rückschlüsse auf die Automarke zu. Auf der Straße lagen Fahrzeugteile, die in vielen Fällen auch wichtige Informationen liefern können.

Wie bei einem Puzzle setzen die Forscher des Kapo Schwyz alle Informationen Stück für Stück zu einem Bild zusammen. Bei der Suche wurde im See ein Nummernschild des Kantons Zürich entdeckt. Die Polizei geht davon aus, dass es aus dem Autowrack stammt. Bei dem in den Unfall verwickelten Auto könnte es sich angeblich um einen massiven dunklen SUV handeln.

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