Schafisheim AG: „Ich habe Knochen brechen gespürt“: Zeugin schildert brutales Vorgehen des Vaters

Am heutigen Dienstag beginnt am Bezirksgericht Brugg der Prozess gegen einen 53-jährigen Iraker wegen versuchten Mordes. Im August 2019 warf er in Neumarkt Brugg seine vierjährige Tochter zweimal kopfüber und mit voller Wucht zu Boden. Das Kind wurde schwer verletzt und erlitt mehrere Schädelbrüche. Die Anhörung findet aus Platzgründen in den Räumlichkeiten der Mobilen Polizei in Schafisheim statt.

Laut Anklage hatte der Mann die Mutter seines Kindes vor einigen Jahren im Internet kennengelernt. Es folgte eine gewachsene Liebesgeschichte mit ständigen Höhen und Tiefen und häuslicher Gewalt. Deshalb wurde der Mann zwei Wochen vor der Tat von der Polizei des Kantons Aargau festgenommen und seines Wohnorts verwiesen.

Verhaftung und Ausweisung des Landes

Am Nachmittag des 17. August 2019 befanden sich Mutter, Tochter und Grossmutter im Bus in Brugg, als auch der Angeklagte einstieg. Er versuchte, ein Gespräch mit der Tochter zu beginnen, aber sie lehnte ab. Als die beiden Frauen und das Mädchen den Bahnhof verließen, folgte ihnen der Angeklagte. Er nahm die Hand seiner Tochter und trat ein paar Schritte vor.

Als die Großmutter die Mutter warnte, sich um die Tochter zu kümmern, drehte sich der Vater um und fragte: “Was hat dieser alte Hund gesagt?” Zwischen den Eltern kam es zum Streit. Plötzlich packte der Vater das Mädchen an den Hüften, hob sie über seinen Kopf und warf ihren Kopf voran mit aller Kraft in den Boden. Dann wiederholte er die Tat. Die Staatsanwaltschaft fordert für den Iraker wegen versuchten Mordes eine Freiheitsstrafe von 20 Jahren und die Ausweisung des Landes für 15 Jahre.

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