Am Mittwochnachmittag beginnt die Vierschanzentournee 2022/23. In Oberstdorf treten die weltbesten Skispringer an, um sich eine gute Ausgangsbasis für die 71. Auflage des prestigeträchtigen Wettkampfs zu verschaffen.
Welcher der Favoriten um Titelverteidiger Ryoyu Kobayashi, Dawid Kubacki oder Stefan Kraft an der Entscheidung am Donnerstag teilnehmen wird, dürfte sich bereits in der Qualifikation zeigen.
Am Mittwoch um 16.30 Uhr kreuzen die Skispringer erstmals bei der diesjährigen Tournee die Säbel – und das im Ausscheidungssystem, das sie seit 1996/97 gewohnt sind. Das Ergebnis der Wertung bestimmt die Startreihenfolge und die zu überspringenden Duelle am nächsten Tag.
Skisprung
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Tabellenstand der Vierschanzentournee 2022/23 in Oberstdorf live im Ticker
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17:11 – Zajc und Prevc
Zwei Slowenen folgen. Timi Zajc zeigt einen starken Versuch auf 133,5 Meter. Sogar genug, um zu führen, weil er schlechteren Wind hatte als Forfang. Auch Peter Prevc kann mit 130 Metern überzeugen. Der ehemalige Toursieger rückt auf den fünften Platz vor.
17:09 – Forfang und Bresadola
Auf 134,5 Metern segelt Johann-André Forfang klar den Hang hinunter. Jetzt hatte er auch Schwung, aber er nutzte ihn. Führung für Forfang. Giovanni Bresadola muss nun warten, weil der Wind zu stark wird. Jetzt kann Bresadola. Die Bedingungen sind immer noch gut. 127,5 Meter sind eine solide Reichweite für den Italiener.
17:06 – Aschenwald und Schmid
Philipp Aschenwald steht sehr steil in der Luft, schießt den Versuch aber trotzdem auf 126 Meter. Damit liegt der Österreicher auf Rang drei. Jetzt Constantin Schmid: Das erste Training war gut, das zweite schlecht und die Qualität liegt jetzt irgendwo dazwischen. Die 124 Meter bescheren ihm den sechsten Platz.
Video: Der Sprung von Philipp Raimund
“Ihm ist das scheißegal!” Raimund mit starkem Sprung in der Qualifikation
17:04 – Kos und Wasek
Aber jetzt Lovro Kos. Der Slowene brillierte in beiden Trainingseinheiten. Aber jetzt kommt er nicht mehr dorthin. 124 Meter und Platz sechs für Kos. Er war in beiden Trainings unter den ersten Zehn, aber das wird ihm jetzt nicht gelingen. Pol Pawel Wasek kommt ebenfalls auf 124 Meter und wird aufgrund des Rückenwinds Vierter.
17:02 – Leyhe und Jelar
Weiter mit Stephan Leyhe. Der Deutsche geht sehr steil in die Luft, landet dann auf 120 Metern. Das reicht, aber er wird mehr geplant haben. Leyhe ist derzeit Sechster. Auch der Slowene Ziga Jelar schafft mehr als 117,5 Meter. Das könnte morgen einen harten Gegner bedeuten.
17:01 – Sundal und Prevc
Der Norweger Kristoffer Sundal hat bei ziemlich starkem Rückenwind ordentliche 123m gesprungen und ist Dritter. Domen Prevc folgt. Der einstige Höhenflieger entkommt dem Hang bis auf 118 Meter. Es reicht.
16:58 – Aalto und Zografski
Antti Aalto reichen 119 Meter zur Qualifikation. Aber der Finne trifft morgen auf einen harten Gegner. Jetzt, da der Rückenwind wieder stärker wird, landet Vladimir Zografski auf 109,5 Metern. Aber dank der Bonuspunkte reicht es für das Ranking.
16:56 – Raimund und Kytosaho
Jetzt mit Philipp Raimund der erste Deutsche. Und genau wie im Training war es stark. 131 Meter für Raimund. Bei der Landung wackelt er leicht, daher gibt es Notenabzüge und er ist Zweiter hinter Leitner. Aber die Ausgangslage passt. Finnlands Niko Kytosaho enttäuschte mit 110,5 Metern. Junshiro Kobayashi ist damit fertig.
16:54 – Kobayashi und Sato
Die nächsten beiden Japaner folgen. Aber nur 116,5 Meter für Junshiro Kobayashi. Das reicht jetzt noch nicht. Das ist Fannemel getan. Trotz schlechter Landung reichen Yukiya Sato 119 Meter.
16:53 – Deschwanden und Ipcioglu
Der einzige Schweizer kauft zumindest das Ticket zum Wettbewerb. Gregor Deschwanden erreicht 119,5 Meter. Mit Fatih Arda Ipcioglu nun ein Türke, der ebenfalls Top-30-Potenzial hat. Ich bin sicher, er wird morgen da sein. 124 Meter sind einfach genug. Damit sind zwei Türken am Start des Wettbewerbs.
16:51 – Aigro und Belshaw
Mittlerweile gibt es im Feld der 60 Starter Springer, die bereits Punkte im Weltcup haben und für die eine Qualifikation Pflicht sein sollte. Este Artti Aigro schafft es ebenfalls auf 123,5 Meter. Und 117 Meter auf den US-Amerikaner Erik Belshaw reichen, auch wenn es keine Maximaldistanz ist.
16:49 Uhr – Hoola
Das ist kein Start wie auf den Leib geschneidert für die Japaner. Nach Keiichi Sato droht auch Ren Nikaido das Aus. Nur 110,5 Meter für den Japaner. Auch Stefan Hula kann nicht überzeugen. Für die Polen ist der Begriff bereits 115 Meter entfernt. Aber das reicht. Als neuster Strom würde ich mich qualifizieren.
16:45 Uhr – Habdas und Insam
Der Pole Jan Habdas kann mit 123 Metern für morgen planen. Gleiches gilt für den Südtiroler Alex Insam, der mit 119,5 Metern bereits rechnerisch sicher ist.
16:42 Uhr – Kudelka
Auch Roman Koudelka hat schon deutlich bessere Zeiten gesehen. 120,5 Meter sind jetzt akzeptabel. Zumindest sollte es reichen, auch wenn es Probleme bei der Landung hatte.
16:39 – Leitner und Dekan
Mit Clemens Leitner nun der erste Österreicher, der dem ÖSV durch den Conticup einen zusätzlichen Startplatz verschafft. Und 129 Meter ist ein erstes kleines Ausrufezeichen. Er kann also morgen mit einem brauchbaren Gegner rechnen. Decker Dean aus den USA ist Zweiter mit 121 Metern.
16:37 – Fannemel
Immerhin erreicht der Türke Muhammed Ali Bedir 118 Meter und hat damit Chancen auf die Qualifikation. Aber jetzt mit Anders Fannemel ist er schon ein großer Name. Der seit einiger Zeit verletzte Norweger segelt flach den Hang hinunter und landet auf 116,5 Metern.
16:35 – Cecon
122 Meter für den Italiener Francesco Cecon. Das reicht für die Führung, obwohl er weniger Windbonuspunkte bekommt als der Finne. Kasachstans Sabirzhan Muminov landet 107,5 Meter.
16:33 Uhr – Sato und Palosaari
Keiichi Sato findet immer noch seine Form. Und das hat sich auch nicht geändert. Nur 102,5 Meter für den Japaner, der der Weltspitze deutlich näher kam. Deutlich besser schneidet der Finne Vilho Palosaari mit 118 Metern ab. Das könnte zumindest für die Konkurrenz reichen.
16:30 Uhr – Hier sind wir
Die Einstufung beginnt. Die Starter verlassen den Bakken in umgekehrter Reihenfolge der Weltcup-Gesamtwertung. Zuerst sehen wir ein paar Außenseiter mit ziemlich starkem Rückenwind. Nach drei Springern führt der Este Kevin Maltsev mit 102,5 Metern. Aber selbst das wird wohl für die Konkurrenz nicht reichen.
Die Vorspeisen
61 Springer stehen auf der Startliste. Simon Ammann gehört nicht dazu, denn er war auch in Engelberg. Nur zehn Athleten scheiden aus. Es geht aber auch darum, sich die bestmögliche Ausgangsposition für das morgige K.o.-Duell zu verschaffen.
Die Favoriten
Nach dem bisherigen Saisonverlauf gibt es vier klare Favoriten: Stefan Kraft, Halvor Egner Granerud, Anze Lanisek und Dawid Kubacki. Der aussichtsreichste DSV-Inhaber ist Karl Geiger. Doch der Olympia-Dritte war in diesem Winter in guter Form, ließ aber noch etwas von den Besten vermissen.
Keine nationale Gruppe
Sieben Deutsche sind heute mit von der Partie. Die Ländergruppe ist nicht enthalten. Grund dafür ist, dass es heute im Engelberger Conticup losging. In Garmisch-Partenkirchen sollten David Siegel, Justin Lisso und Company beim zweiten Turnier am Start sein.
Kubacki und Granerud glänzen im Training
Zwei der Top-Favoriten drückten dem Training auf der Schattenbergschanze ihren Stempel auf. Halvor Egner Granerud dominierte die erste Runde, Dawid Kubacki die zweite. Aus deutscher Sicht überzeugten Karl Geiger und Andreas Wellinger mit zwei feinen Versuchen.
Martin Schmitt sieht den DSV-Adler psychologisch im Vorteil
Der bisherige Weltcup war für die deutschen Skispringer sehr durchwachsen, wie eine Achterbahnfahrt zwischendurch. Allerdings sei die Situation vor der Vierschanzentournee “psychologisch günstig für den DSV-Adler”, sagt Martin Schmitt im Exklusiv-Interview mit Eurosport.de. Gerade bei Karl Geiger gibt es viel. Als Top-Favoriten sieht Schmitt aber auch andere Springer: die Weltcup-Dominatoren Dawid Kubacki und Anze Lanisek.| Für das exklusive Interview
Andreas Wellinger wird Deutschlands Hoffnung
Olympiasieger Andreas Wellinger hat die stärkste Saison seit seinem Kreuzbandriss hinter sich. Bei der Vierschanzentournee könnte er zum deutschen Joker werden. Immerhin ist der 27-Jährige wieder im Aufwind und bestätigt den positiven Trend mit einem starken sechsten Platz in Engelberg. Wellinger gehört wieder zu den Besten der Welt, aber reicht er aus, um auf Tour eine große Rolle zu spielen? „Die ruhigen Tage über Weihnachten haben meinem Sprunggelenk gut getan“, verkündete Wellinger vor dem Tourstart in Oberstdorf: „Ich bin voll motiviert.“ „Er konnte seine Qualität schon bei dem einen oder anderen Sprung unter Beweis stellen, aber es gibt noch deutliche Höhen und Tiefen“, sagte Wellinger.
Wird Oberstdorf wieder Geigerland?
Karl Geiger gilt in Oberstdorf als unangefochtener Favorit, warum auch nicht? Der gebürtige Oberstdorfer verzaubert seit Jahren den Skisprung-Weltcup und seine Fans. Nach zwei zweiten Plätzen im Gesamtklassement will der DSV-Adler bei der Vierschanzentournee 2022/23 endlich ganz oben stehen. Gelingt Geiger diesmal? Schließlich steht seine Familie hinter den besten Skispringern der Welt. | Im Bericht
Herzlich willkommen!
Hallo und herzlich willkommen zum Auftakt der Vierschanzentournee in Oberstdorf. Die Qualifikation beginnt um 16:30 Uhr. Natürlich auch live im Free-TV auf Eurosport 1 und Discovery+!