Der EU-Gipfel einigt sich auf Hilfen für die Ukraine und die Mindeststeuer

Auf dem letzten EU-Gipfel des Jahres haben sich die Staats- und Regierungschefs der EU in lange umstrittenen Fragen geeinigt.

Schließlich gaben sie grünes Licht für das 18-Milliarden-Euro-Paket zur Unterstützung der Ukraine. Auch die Mindeststeuer für Großunternehmen wurde genehmigt.

Polen hatte sozusagen in letzter Minute mit einem Veto gedroht, dann aber darauf verzichtet.

Laut dem litauischen Präsidenten Gitanas Nauseda wird die EU täglich von Russland erpresst. Aber wenn sich Mitgliedstaaten gegenseitig erpressen, ist das absolut nicht gut für die Europäische Union.

Beim größten Punkt, der Gaspreisobergrenze, verzögerte sich die endgültige Entscheidung. Die Lösung soll jedoch nah sein.

Das Paket soll am Montag auf Ministerebene fertiggestellt werden, da viele technische Details darüber, wann und wie die Preisobergrenze funktionieren wird, festgelegt werden müssen.

Auch eine mögliche Reaktion auf die jüngsten protektionistischen Maßnahmen Washingtons, die die europäische Wettbewerbsfähigkeit bedrohen, wurde ausführlich diskutiert.

Die Europäische Kommission wurde gebeten, Vorschläge für ein europäisches Investitionsprogramm vorzulegen. Die Idee des gemeinsamen Kredits wurde jedoch von einigen Ländern unter Führung Deutschlands abgelehnt.

Europa sei an einem Punkt angelangt, an dem die Gefahr einer Deindustrialisierung bestehe, sagte der belgische Premierminister Alexander De Croo. Leider gibt es keine allgemeingültige Antwort. Einige Länder haben zu oft versucht, auf eigene Faust zu handeln. Es ist ein Spiel der tiefsten Taschen. Einige haben vielleicht geglaubt, sie hätten die tiefsten Taschen. Aber in ein paar Monaten werden alle mit ihrem Latein am Ende sein.

Schließlich wurde Bosnien und Herzegowina endlich der Kandidatenstatus für die EU-Mitgliedschaft zuerkannt. Eine entsprechende Empfehlung hatten die EU-Europaminister bereits am Dienstag ausgesprochen.

Leave a Comment

Your email address will not be published. Required fields are marked *