Das Mullah-Regime ergreift immer härtere Maßnahmen, um die Proteste im Iran zu unterdrücken.
Am Montag ließ das Regime Majidreza Rahnavard in Mashad öffentlich erhängen. Er ist der zweite von den Mullahs hingerichtete Demonstrant.
Rahnavard soll während der Novemberproteste zwei Mitglieder der berüchtigten paramilitärischen Basidsch-Miliz erstochen haben. Die Miliz ist dafür verantwortlich, Proteste mit Gewalt zu unterdrücken. Ihre Mitglieder schlugen und töteten unzählige Iraner.
Das Gericht hatte Rahnavard beschuldigt, “Krieg gegen Gott geführt” zu haben, und ihn nach islamischem Scharia-Recht zum Tode verurteilt. Er hatte kein faires Verfahren. Er kam ohne Anwalt, aber mit mehreren Verletzungen zu der Anhörung. Die Handlanger des Regimes hatten ihn während der Festnahme gefoltert.
Der Rapper war bereits am vergangenen Donnerstag Mohsen Shekari (23) erhängt. Er soll ein Basij-Mitglied mit einer Waffe angegriffen, Terror ausgelöst und eine Straße blockiert haben. Seine Hinrichtung wurde im In- und Ausland scharf verurteilt.
Medienberichten zufolge stehen mindestens 25 Demonstranten auf der Todesliste der iranischen Justiz, darunter Ali Moazami und die drei Rapper Toomaj Salehi, Saman Yasin und Behrad Ali Konari.
Auch sie könnten jederzeit hingerichtet werden!
Rapper Mohsen Shekari (23) wurde am Donnerstag hingerichtet
Foto: Twitter
Amnesty International schätzt, dass mindestens 28 weitere Personen, darunter drei 17-Jährige, wegen ihrer Teilnahme an den Demonstrationen als nächstes im Todestrakt sitzen. Insgesamt elf Personen könnten nach den Entscheidungen der Richter jederzeit hingerichtet werden.
Menschenrechtler schätzen, dass seit Mitte September mindestens 470 Demonstranten getötet und mehr als 18.000 festgenommen wurden.
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Die Justiz der Mullahs hat für die Proteste einen harten Weg angekündigt. Auch im Parlament forderten Abgeordnete abschreckende Strafen bis hin zur Todesstrafe für die Tausenden festgenommenen Demonstranten. Ein Massaker steht bevor.
(nko/afp/dpa)