Laut Medienberichten verwüsteten russische Truppen beim Verlassen von Cherson die südukrainische Stadt. Neben dem Fernsehzentrum seien unter anderem Fernwärmesysteme und Funkmasten gesprengt worden, berichtete die Ukrainska Pravda am Donnerstag. Auch der Strom in der Stadt war komplett ausgefallen, ebenso wie das Internet. In den letzten Tagen waren bereits mehrere Brücken über den Dnjepr gesprengt worden.
Moskau hat nach eigenen Angaben am Donnerstag mit dem Abzug seiner Truppen begonnen. “Einheiten russischer Truppen bewegen sich gemäß dem genehmigten Plan zu vorbereiteten Positionen am linken Ufer des Flusses Dnipro”, sagte das russische Verteidigungsministerium. Kiew reagierte mit Misstrauen auf die Ankündigung des Truppenabzugs.
Für den am Vortag angeordneten Abzug russischer Soldaten aus Cherson und dem gesamten Stadtgebiet am rechten Ufer des Dnjepr war kein Zeitplan bekannt. Laut einem Bericht der russischen Nachrichtenagentur Tass sollen Polizei und Einsatzkräfte die Stadt nur mit den letzten Truppen verlassen.
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Unterdessen meldete die ukrainische Armee die Rückeroberung von zwölf Städten an der Straße nach Cherson in der gleichnamigen Region. Die ukrainische staatliche Agentur Unian veröffentlichte einen Bericht mit Fotos von Dörfern am Rande der Region Cherson, die von vorrückenden ukrainischen Truppen befreit worden waren. Überall sieht man „zerstörte Häuser, Minen und Müll“.
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