Sozialdemokraten in Dänemark vorn, aber Frederiksen schwächelt noch

Mindestens ebenso bitter ist der Verlust der Mehrheit, die Frederiksen zuvor mit seinen Verbündeten im Parlament hatte. Das Mitte-Links-Lager stellt nach ersten Hochrechnungen 85 der 179 Abgeordneten, das Mitte-Rechts-Lager um den Rechtsliberalen Venstre von Jakob Ellemann-Jensen 73 Abgeordnete; Für eine Mehrheit wären 90 Sitze nötig.

Umbrücke im Folketing

Auch Ellemann-Jensen verlor viele Stimmen: Die Stärke der stärksten Opposition sank um zehn Prozentpunkte auf 13,5 Prozent. Schuld daran dürfte der Stimmengewinner und jetzige „König“ Lars Løkke Rasmussen sein: Der frühere rechtsliberale Ministerpräsident Venstre und seine neu gegründeten „Gemäßigten“ holten nach ersten Hochrechnungen 17 Sitze oder 9,3 von Hundert der Stimmen

Die rechtspopulistische Dänische Volkspartei (DF), die zwei Drittel ihrer Stimmen auf 2,3 Prozent verlor, blieb nur noch im Parlament. Die neue rechtspopulistische Partei Dänemarkdemokraten, gegründet von ehemaligen Venstre- und DF-Politikern, gewann dagegen auf Anhieb knapp sieben Prozent der Stimmen. Die Liberal Alliance konnte ihren Stimmenanteil auf neun Prozent nahezu vervierfachen.

Im linken Lager erzielten die Grünen die größten Zugewinne und wurden mit 9,6 Prozent der Stimmen zur drittstärksten Kraft hinter den Sozialdemokraten und den Rechtsliberalen.

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