Brennholzerhöhung: Bundesregierung warnt Kaminnutzer vor Gefahren

Erhöhung des Brennholzbedarfs aufgrund der Energiekrise

Die Bundesregierung warnt Schornsteinfeger vor den Gefahren

Fällt im Winter die Gasheizung oder Wärmepumpe aus, wird der Kamin zum Plan B. Wird er jedoch längere Zeit nicht benutzt, drohen Gefahren wie Schornsteinbrände, Explosionen oder Vergiftungen. Deshalb fordert die Bundesregierung Kontrollen.

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In der Schweiz gibt es rund eine halbe Million Wohnzimmerkamine.

Mit der Energiekrise steigen die Gas- und Strompreise. Bei Mangel heißt es: Heizung abstellen. Und im schlimmsten Fall lässt Sie ein Stromausfall völlig im Regen stehen.

Glücklich ist, wer einen Schwedenofen hat und damit im Notfall für etwas Wärme im Wohnzimmer sorgen kann. In der Schweiz gibt es fast eine halbe Million Kamine fürs Wohnzimmer, vom Kamin bis zum Kachelofen. In „normalen Zeiten“ würden diese Geräte nur sehr wenig genutzt, heißt es in einem Analysepapier von Holzenergie Schweiz von Mitte Oktober.

Doch nun wappnen sich Herr und Frau Schweizer bereits für den Energienotstand. Die Nachfrage nach Brennholz ist massiv gestiegen. Laut der Wood Energy Association ist das drei- bis viermal so viel wie vor einem Jahr. “Der Krieg in der Ukraine führt zu einem Boom bei ‘unabhängigen’ Energien wie Holz”.

Gefahren drohen

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So werden auch alte Kamine reaktiviert, die jahrelang nicht benutzt wurden. Aber es lauern Gefahren, wie die Bundesregierung in ihrem neuesten Bericht zur wirtschaftlichen Versorgung der Nation warnt. „Verbrauchern, die ihren Kaminofen diesen Winter nach längerer Pause wieder zum Laufen bringen wollen, wird dringend empfohlen, ihre Feuerstelle von Fachpersonal überprüfen zu lassen“, verweist er auf die Sicherheitsaspekte.

Kehrmeister Walter Tanner (46) kennt die Risiken. „Ist der Schornstein verstopft oder verschmutzt, drohen Brände, Verpuffungen, Explosionsschäden und im schlimmsten Fall sogar eine Kohlenmonoxidvergiftung“, sagt der Vizepräsident von Kaminfeger Schweiz. Damit ist nicht zu spaßen.

“Wir sind sehr besorgt über den Winter und befürchten, dass es zu Bränden und Personenschäden kommen kann, wenn alte Kamine ungeprüft betrieben werden”, sagt Tanner. Viele Dinge können einen Schornstein verstopfen: “Neben Wespen und Wespennestern finden wir manchmal auch tote Vögel im Abzug.” Hinzu kommen technische Mängel, wie gebrochene Klappen oder Undichtigkeiten.

Die Energiekrise erzeugt Unsicherheit

Seine Leute – er ist Leiter von fünf Mitarbeitern und zwei Auszubildenden – arbeiten derzeit fast ununterbrochen daran, die Schornsteine ​​fertig zu stellen. „Die Energiekrise sorgt für große Verunsicherung in der Bevölkerung“, sagt Tanner. „Weil man nicht weiß, was kommt, wollen die Leute notfalls das Holzfeuer nutzen können.“

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Manchmal ist es nur eine Frage des Brennens. „Trockenes, unbehandeltes Holz ist wichtig, aber Holz ist das neue Toilettenpapier, die Nachfrage ist riesig.“ Allerdings warnt Tanner davor, Altholz oder alte Möbel zu verbrennen. „Das verursacht massive Luftverschmutzung und schadet damit Mensch und Umwelt.“

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