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Erstellt: 29.10.2022 10:02
Von: Malte Bürger
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Hertha BSC-Manager Sandro Schwarz war nach dem Spiel gegen Werder Bremen verärgert, als Bierkrüge auf seine Bank geworfen wurden. © IMAGO / Team 2
Bremen – Stadionsprecher Arnd Zeigler hatte sich vor dem Anpfiff um klare Worte bemüht und über die sogenannten “Hörner” auf den Tribünen der Fußball-Bundesliga gesprochen, für die es inzwischen wieder Mode ist, als Kickers-Pokale aufzutreten. Er bat darum, diese Szenen im Spiel zwischen dem SV Werder Bremen und Hertha BSC an diesem Abend nicht sehen zu wollen. Kurz gesagt, sein Wunsch war vergebens. Denn wenig später wurde die Bank der Berliner zur Zielscheibe, und obwohl die Plastikkugel keinen der Beteiligten traf, fand Gäste-Trainer Sandro Schwarz nach dem Spiel deutliche Worte.
„Zunächst einmal möchte ich sagen, dass das nichts mit den Bremer Fans zu tun hat“, begann Sandro Schwarz seine emotionale Klage auf der Pressekonferenz nach der 0:1-Niederlage seiner Mannschaft gegen den SV Werder Bremen. „Es gibt immer wieder Leute im Fußball, die sich so verhalten. Das sind vier, fünf Leute, die auf die Idee kommen, Bierkrüge zu werfen, das ist asozial und feige.” Nicht nur im Stadion, sondern auch im Fernsehen war nach Abpfiff deutlich zu sehen, wie Schwarz dem Täter mit seinem gegenüberstand Offensiv, er hat ihn immer wieder ins Visier genommen, aus gutem Grund: „Du musst nach dem Spiel aufstehen, dein Gesicht zeigen, dann kannst du darüber reden“, forderte er den Trainer von Hertha BSC, aber er drängte auch später: “Aber ich weiß nicht, ob es nur Gerede ist.”
Bierkrug-Ärger bei Werder Bremen gegen Hertha BSC: Ole Werner entschuldigt sich bei „absoluten“ Fans
Seine Frustration war zu hören und zu sehen, und auch Ole Werner, der mit ihm auf dem Podest saß, wirkte etwas erschüttert. Der Trainer des SV Werder Bremen ergriff demnach ungefragt das Wort und sprang seinem Kollegen zur Seite. „Dazu kann ich auch etwas sagen“, sagte der 34-Jährige. „Das ist absoluter Blödsinn. Ich verstehe nicht, wie Leute 50 oder 60 Euro für so einen Ort bezahlen und dann meinen, sie hätten das Recht dazu.“ Und damit nicht genug: „Ich finde das total falsch“, schimpfte Werner, „das findet nicht in einem Stadion statt. Dafür kann ich mich in Ihrem Namen nur entschuldigen.”
Worte der Vergebung am Ende, die Sandro Schwarz begrüßt und geschätzt hat. „Es ist ein toller Sport, Ole!“, lobte er. Zumindest war das Thema vorerst vom Tisch. Doch am kommenden Samstag, vor dem Heimspiel des SV Werder Bremen gegen den FC Schalke 04 (18.30 Uhr), muss Arnd Zeigler wohl noch einmal eine klare Ansage machen. (bu)