In Richtung 13.000 Punkte folgt der DAX der Wall Street nach oben

Marktbericht

Stand: 25.10.2022 16:16

Inländische Investoren verfolgen eine Rallye an der Wall Street am Nachmittag. Der DAX rückt in Richtung 13.000 Punkte vor. Unterdessen erreichte die US-Berichtssaison heute ihren ersten Höhepunkt.

Nach den letzten zwei Gewinntagen in Folge sah es so aus, als würden die Anleger heute umschalten. Ein schwächerer Ifo-Index, aber auch die EZB-Zinssitzung am Donnerstag sorgten erneut für eine weitere Moderation. Aber die neuen Quartalsberichte werden an der Wall Street begrüßt und treiben die US-Märkte nach oben.

Mit der Wall Street ist der DAX zu seinen frühen Gewinnen zurückgekehrt und notiert nun knapp unter der Marke von 13.000. Im Tagestief war er auf 12.789 Punkte gefallen. Am Montag ging der deutsche Leitindex mit einem Aufschlag von 1,6 Prozent auf 12.932 Punkte aus dem Handel.

Linde vor dem Abschied des DAX

Das geplante Delisting von Linde von der Frankfurter Wertpapierbörse erweist sich jedoch als Dämpfer auf dem Heimatmarkt. Die schwergewichtige Aktie des größten Index verlor am Nachmittag mehr als fünf Prozent und gehörte zu den größten Verlierern.

Vier Jahre nach der Fusion will der amerikanisch-deutsche Industriegasekonzern Linde seine Aktien nur noch in New York notieren. Der Deutschen Börse droht der Verlust des wertvollsten Mitglieds ihres Leitindex DAX. Nach Einschätzung des Linde-Managements wirkt sich das Dual Listing in New York und Frankfurt negativ auf die Bewertung aus, sagte CEO Sanjiv Lamba.

Die Zulassung von Adidas dauert an

Aktienzertifikate von Adidas stürzten um rund acht Prozent ab. Nach den antisemitischen Äußerungen von Kanye West beendete der Sportartikelhersteller seine Partnerschaft mit dem US-amerikanischen Rapper alias Ye. Die Zusammenarbeit mit Kanye West war für Franks ein lukrativer Teil des Geschäfts, und die Auflösung betrifft das finanziell sensible Adidas.

In der Vorwoche hatte der Herzogenauracher Sportartikelkonzern eine weitere Gewinnwarnung herausgegeben und damit den Abverkauf der Aktie beschleunigt. Unter 100 Euro ist das Papier schon gefallen, vor etwas mehr als einem Jahr lag die Gebühr bei knapp 300 Euro.

der ifo-index fällt weiter

Alles in allem ist es derzeit fraglich, ob Anleger trotz der jüngsten US-Zinsspekulationen bullish oder bearish sein sollten. Anleger hoffen auf ein Ende der aggressiven Zinserhöhungen der US-Notenbank, aber auch der EZB. Marktbeobachter der Helaba gehen davon aus, dass die Zinserwartungen weiterhin bestehen und die Konjunktursorgen nicht abgeklungen sind.

Das belegen auch die aktuellen Daten des ifo-Index: „Die Winterrezession kommt“, sagt Klaus Wohlrabe, Leiter der ifo-Umfragen. Im laufenden vierten Quartal dürfte das Bruttoinlandsprodukt im Vergleich zum Vorquartal um 0,6 Prozent schrumpfen. Immer noch würden knapp zwei Drittel der Unternehmen unter Lieferengpässen leiden.

Zinsentscheidung der EZB steht noch aus

Die Europäische Zentralbank wird am kommenden Donnerstag ihre Zinsentscheidung bekannt geben. Angesichts des Inflationsdrucks in der Eurozone, der vorerst wohl weiter zunehmen wird, sollte der EZB nichts anderes übrig bleiben, als auf der Bremse zu bleiben“, kommentierte Robert Greil, Chefstratege der Privatbank Merck Finck.

Die meisten Volkswirte gehen von einer großen Zinserhöhung um 0,75 Prozentpunkte aus. Währungsbeobachter werden laut Greil erst dann umsteuern, wenn sich die Rezession nach dem Jahreswechsel deutlich bemerkbar macht. Steigende Zinsen sind schlecht für den Aktienmarkt, weil sie Anleihen für Anleger attraktiver machen.

Wirtschaftsupdate vom 25.10.2022

Dorothee Holz, HR, 25.10.2022 09:49

Die Wall Street hat sich bei Open gut behauptet – Nasdaq im Plus

Der führende Dow-Jones-Index war im frühen Handel flach, war aber zuletzt stark gestiegen. Er hatte am Freitag und Montag insgesamt um knapp vier Prozent zugelegt und kletterte auf den höchsten Stand seit Mitte September. Die Technologiebörse Nasdaq liegt deutlich über einem Prozent.

US-Investoren müssen heute eine ganze Reihe neuer Unternehmensberichte verarbeiten, darunter auch der Dow-Jones-Getränkeriese Coca-Cola. Microsoft und Alphabet, zwei der großen Technologiegiganten, legen nach dem Handelstag ihre Zahlen vor.

Coca-Cola verdient mehr

Der US-Getränkeriese Coca-Cola verdient trotz höherer Preise und Rezessionsängsten glänzend. Im dritten Quartal habe Pepsi-Rivale den Gewinn gegenüber dem Vorjahr um 14 Prozent auf 2,82 Milliarden Dollar (2,86 Milliarden Euro) gesteigert, gab er heute in Atlanta bekannt. Der Umsatz stieg um 10 Prozent auf 11,06 Milliarden US-Dollar. Coca-Cola hat sein Umsatzziel für das Gesamtjahr angehoben.

Trotz der deutlich höheren Preise kann sich die Gruppe auf einen robusten Absatz von Erfrischungsgetränken verlassen, insbesondere…

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