„In diesen Momenten überdeckt Traurigkeit alle anderen Gefühle. Aber bald wird die Traurigkeit der Dankbarkeit weichen, für das, was so viele Menschen verändert, bewegt, erreicht und ermöglicht hat“, schrieb Red Bull in einem an alle Mitarbeiter versandten Statement. „Es ist die Aufgabe und Verantwortung von uns allen, das fortzusetzen sein Lebenswerk mit seinem Geist.”
Weltweiter Erfolg mit Energy Drink
Der Energydrink war zwar nicht seine Erfindung, aber dass aus dem Genussmittel Asiens ein modern verpacktes Genussmittel wurde, das geschickt vermarktet wurde und die Welt eroberte, ist sicherlich sein Verdienst. Von Anfang an arbeitete Mateschitz hart am Image seines Getränks, sponserte die alternative Clubszene und den Extremsport und investierte immer wieder beträchtliche Summen ins Marketing.
Dietrich Mateschitz ist tot
Dietrich Mateschitz, der Gründer von Red Bull, ist am Samstag im Alter von 78 Jahren nach schwerer Krankheit gestorben.
Mit zunehmendem Erfolg baute er seine Investitionen in den Sport deutlich aus. Mittlerweile betreibt Red Bull Fußballklubs, Eishockeyteams und Formel-1-Rennställe und hat Verträge mit mehreren hundert Athleten.
Anfangs unterstützte Mateschitz vor allem junge und mutige Einzelsportler, bevor sie sich auch auf etablierte Sportarten in Österreich wie Eishockey, Ski Alpin und Skispringen konzentrierten. In der Formel 1 waren Sie zunächst Miteigentümer von Sauber, der große Schritt in Richtung Internationalisierung folgte mit dem Kauf von Jaguar und der Umwandlung in Red Bull Racing. Spätestens seit den vier aufeinanderfolgenden Weltmeistertiteln (Designer- und Fahrer-Meisterschaften) zwischen 2010 und 2013 ist die Red Bull Dose in allen Ecken der Welt bekannt.
Sport
Der Erfolg von Mateschitz ist eng mit dem Sport verbunden
Von Servus TV wird zweimal hinzugefügt
Besonders aktiv war Mateschitz auch in der Medienwelt: vom Magazin „Red Bulletin“, das 2005 erstmals erschien und als „Formel-1-Zeitung“ gedacht war, bis hin zum 2009 gegründeten Fernsehsender Servus TV in der Recherche . Die 2017 gegründete und 2020 eingestellte Addendum-Plattform finanzierte Mateschitz zahlreiche Projekte.
Geboren in St. Marein im Mürztal, wurde in St. Marein im Mürztal und war nach dem Studium der Betriebswirtschaftslehre in verschiedenen Unternehmen tätig. Auf einer seiner Geschäftsreisen nach Asien sind ihm die anregenden Getränke aufgefallen. Er sah Potenzial in dem Produkt und beschloss, es in Europa einzuführen. Mateschitz erwarb die Lizenzrechte am thailändischen Energy-Drink Krating Daeng, zu Deutsch Red Bull, und gründete das Unternehmen zusammen mit der thailändischen Herstellerfamilie Yoovidhya.
IMAGO/Christian Schroedter Neben seinem Energydrink widmete sich Mateschitz dem Breitensport
Energy Drink als Getränkesegment etabliert
Nach einer langen Zulassungsphase und der Suche nach einem geeigneten Werbeslogan („Red Bull verleiht Flügel“) trat Red Bull 1987 mit einer modifizierten Rezeptur als Energy Drink auf den österreichischen Markt. Damit hat Mateschitz mit Red Bull ein neues Getränkesegment geschaffen. Mit seinem Unternehmen mit Sitz in Fuschl am See (Salzburg) war er nicht nur der reichste Österreicher, sondern einer der reichsten Menschen der Welt. Auf der Forbes Rich List 2022 belegte er mit einem Nettovermögen von 27,4 Milliarden US-Dollar den 51. Platz.
APA/Manfred Herz Mateschitz war der mit Abstand reichste Österreicher
Mateschitz galt als Philanthrop und war Mitbegründer der Stiftung „Wings for Life“, die sich die Heilung von Querschnittsgelähmten zum Ziel gesetzt hat. Und er stellte der Paracelsus Medizinischen Privatuniversität (PMU) in Salzburg 70 Millionen Euro für ein Forschungszentrum für Rückenmarksverletzungen zur Verfügung, eine der größten Spenden, die je von einer Privatperson an eine Universität in Europa geleistet wurden.
Das Zeitungsinterview gab einen Einblick in politische Ansichten
Mateschitz hielt sich lange mit politischen Ansichten zurück, bis er 2017 in der „Kleinen Zeitung“ scharfe Kritik am Umgang der Regierung mit der Flüchtlingskrise äußerte. Auch die Heuchelei der Gesprächspartner von „Podem do it“ kritisierte er der Grünen und lobte Ex-Außenminister Sebastian Kurz (ÖVP). Nach dem Interview war vielerorts von einer Wahlempfehlung für ÖVP und FPÖ die Rede. Mit der Pandemie geriet auch sein TV-Sender in die Kritik: Gegen die KommAustria läuft ein Verfahren wegen Verletzung des Objektivitätsgebots im Wochenkommentar „Der Wegscheider“. Servus TV wird vorgeworfen, Verschwörungstheorien zu verbreiten.
Son könnte Mateschitz in die Führung von Red Bull folgen
Mateschitz, der mit Freundin Marion Feichtner in Salzburg lebte, sagte einmal, er trinke jeden Tag zehn bis zwölf Dosen Red Bull. Kollegen lobten ihn als Visionär, der stets bemüht war, seine Ideen zu verwirklichen und nichts dem Zufall überließ. Mit dem Tod von Mateschitz stellt sich auch die Frage nach einem Nachfolger an der Spitze seines Unternehmens: 2011 brachte Mateschitz erstmals seinen Sohn Mark ins Spiel. Die Red Bull GmbH gehört mehrheitlich dem thailändischen Yoovidhya-Clan, der auch über die Nachfolge entscheiden kann.