Der Fall löste Entsetzen und Empörung aus. Ein 23-jähriger Mann gesteht, im April 2019 einen 24-jährigen Freund aus dem Kanton Zürich in einer Höhle auf dem Bruggerberg im Kanton Aargau eingesperrt und den Eingang zur Höhle mit Steinen blockiert zu haben. Das hilflose Opfer starb an Unterkühlung und wurde fast ein Jahr später nur zufällig von Wanderern gefunden.
Passanten fanden DD (24) im April 2021 tot in einer Höhle am Bruggerberg.
Staatsanwaltschaft Aargau
Laut Anklageschrift war der angeklagte IV-Rentner neidisch und eifersüchtig auf sein Opfer und fühlte sich minderwertig. Als das Opfer ihm sagte, dass er mehr Zeit mit anderen Gefährten verbringen wolle, beschloss er, seinen Freund unter dem Vorwand einer Wagemut in der Höhle zu töten. Laut Anklage soll der Freund genauso “scheiße” sein wie er. Als der Freund in der engen Höhle war, rollte er einen etwa 50 Kilogramm schweren Stein vor den 30×60 Zentimeter großen Höhleneingang. Dann schüttete er Erde und Steine hinein und suchte nach Holz. Er machte am Eingang der Höhle ein Feuer, briet ein Kleinhirn und aß es. Am nächsten Tag ging er wieder zurück, um zu sehen, ob der Eingang noch verschlossen war, und hörte ein Klopfen.
Es ist nicht der erste Mordversuch
Eine Woche vor der Tat versuchte der Verdächtige, seinen Freund zu töten. Bei einer Wanderung über steiles Gelände im Kanton Tessin schob er es einen Hang hinunter. Der Freund blieb jedoch hängen und alarmierte über die Rega-App den Rettungshelikopter. Dieser rettete ihn mit einer Seilwinde und flog die beiden Männer ins Tal.
Die Staatsanwaltschaft Brugg-Zurzach wirft dem Angeklagten versuchten Mord und auch Mord vor. Er hat aus abscheulichen Gründen vorsätzlich den Tod von Zurich herbeigeführt und dabei besonders grausam gehandelt. Sie will eine Freiheitsstrafe von 16 Jahren und vier Monaten. Die Strafe muss für den Angeklagten mit einer schweren geistigen Behinderung zugunsten einer Maßnahme der Krankenhauseinweisung aufgeschoben werden.
Im März 2021 nahm die Polizei den damals 22-jährigen PK aus Windisch fest.