Polestar: So charakterisiert ein Österreicher die Entstehung der neuen Elektromarke

Seine Sporen verdiente er sich bei VW und Volvo. Der Steirer Maximilian Missoni, der zuvor als Designer für Marken des VW-Konzerns und 10 Jahre bei Volvo tätig war, ist seit 2019 globaler Designchef von Polestar.

Als Teil des neben Volvo in Schweden ansässigen chinesischen Konzerns Geely soll die neue Marke ein „schwedischer Hersteller von Premium-Performance-Elektrofahrzeugen“ sein – so die eigene Definition des Unternehmens. Das erste exklusiv für Polestar entwickelte Konzeptfahrzeug (bisherige Polestar-Modelle basieren auf Volvo-Plattformen) ist der viertürige Grand Tourer namens Precept, der 2024 als Polestar 5 in Serie gehen soll.

Bei einem internen Besuch im neuen Showroom von Polestar in der Wiener Innenstadt (Wallnerstraße 5) hat sich Missoni seine Arbeit angeschaut. Als Material für die Konstruktion des zukünftigen Polestar 5 wurde beispielsweise eine Struktur aus „bonded aluminium“ verwendet, die trotz ihrer sehr hohen Steifigkeit eine große Flexibilität in der Gestaltung ermöglicht. Dass es den Polestar 5 und seine Cabrio-Version, den Polestar 6, nur in Kleinserien gibt, liegt nicht nur an der angestrebten Exklusivität, sondern auch an den Kosten für dieses Material, die für eine große Serie unerschwinglich wären.

Keine Heckscheibe

Eine Grundform mit vier Türen und dem sehr langen Radstand von 3,1m kann man sich mit einer sehr niedrigen und schlanken Silhouette leisten. Diese wird nicht zuletzt durch das weit nach hinten gezogene Glasdach geprägt. Diese niedrige Dachlinie mit genügend Platz für die Fondpassagiere war laut Missoni realisierbar, weil bewusst auf eine Heckscheibe verzichtet wurde. Eine Rückfahrkamera ermöglicht den Blick nach hinten. Und das wird auch im Serienmodell der Fall sein.

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