Xgimi Aura im Test: Gigantisches Image, aber starke Fans

– Riesiges Bild, aber laute Lüfter

Nachdem wir kleine, tragbare Beamer getestet hatten, wagte sich unser Autor an ein größeres, teureres Spitzenmodell.

Gepostet heute um 20:15 Uhr

Größer als die Wand: Xgimis Image ist riesig. Ja, das schwarze Rechteck am unteren Rand des Bildes ist der Projektor. Wir werden es gleich besser zeigen.

Foto: Rafael Zeier

Anfang dieses Jahres habe ich zwei kleine Projektoren getestet, den Xgimi Halo+ und den Samsung Freestyle, die Sie nach Gebrauch problemlos in Ihrem Schrank verstauen und problemlos in den Urlaub mitnehmen können.

Kann diese Box einen Fernseher ersetzen? Das Xgimi im Videotest.

Video: Rafael Zeier

Der Samsung Freestyle im Videotest.

Video: Rafael Zeier

Bis heute gehören beide Produkte zu meinen Lieblingstests, die ich dieses Jahr gemacht habe. Schließlich suche ich seit einiger Zeit nach einer Möglichkeit, den Fernseher aus dem Wohnzimmer zu verbannen. Besonders gut gefällt mir der kleine Samsung. Neulich habe ich mit Freunden sogar einen in freier Wildbahn gesehen.

Mit diesen schönen Erinnerungen im Hinterkopf machte ich mich daran, einen Laserprojektor zu testen, der mehr als doppelt so teuer war. Eines fällt sofort auf: Das Xgimi Aura (rund 2200 Franken) lässt sich nach Gebrauch nicht so einfach im Schrank verstauen. Dafür ist er zu groß und zu schwer. Optisch gleicht er einer Mischung aus Laserdrucker und Videorecorder aus den 1980er Jahren.

Die Schöne ist anders: die Xgimi Aura.

Foto: PD

Das 15-Kilo-Gerät ist keine Augenweide. Doch wie verhält es sich im Alltag? Die Installation ist einfach. Da es sich um einen sogenannten Short-Throw-Beamer handelt, stellen Sie ihn einfach unten an eine weiße Wand. Und wenn die Wand groß genug ist, haben Sie bereits ein 120-Zoll-Kino.

Netflix funktioniert leider wie beim kleinen Xgimi nicht.

Auch die Bildqualität kann überzeugen. Ab sofort sieht unser 55-Zoll-Fernseher aus wie ein Mäusetheater. Dank der 4K-Auflösung erkennt man alle Details und hell genug ist das Gerät auch noch. Da können die zuvor getesteten Mini-Beamer nicht einmal ansatzweise mithalten.

Praktischerweise verfügt der Projektor über ein eigenes Google-Betriebssystem. Dafür stehen also alle Apps zur Verfügung. Netflix funktioniert leider wie beim kleinen Xgimi nicht. Die beiden Unternehmen müssen dringend ihre Kräfte bündeln. Aber Disney, Amazon und die gesamte Filmsammlung von Apple funktionieren einwandfrei.

Ärgerliche Fans

Doch zwei weitere Dinge nerven im Alltag: Zum einen braucht der 200-Watt-Beamer sehr viel Strom. Nach einem Kinoabend ist meine große Solarbatterie, die unsere E-Bikes aufladen sollte, halb leer.

Hinzu kommen die leicht hörbaren Lüftergeräusche, die den guten Eindruck der verbauten Lautsprecher merklich trüben. Xgimi empfiehlt, die Lüftungsschlitze mit einem Staubsauger zu reinigen. Aber auch das hat es nicht merklich verbessert. Zugegeben, ich bin wählerisch was Lüftergeräusche angeht. Aber es irritiert gerade in ruhigen Szenen.

Fazit: Das Prinzip des Kurzdistanz-Beamers und die Bildqualität konnten im Test vollends überzeugen. Aber die große Plastikbox ist nicht schöner als ein Fernseher, und das Lüftergeräusch nervt. Jetzt erwarte ich einen tragbaren Mini-Beamer mit mindestens vergleichbarer Bildqualität.

Rafael Zeier ist Redakteur von Digital and Society. Berichte über neue Webdienste, teste neue Geräte und behalte Technologieunternehmen im Auge. Er macht auch YouTube-Videos. Mehr info@rafaelzeier

Einen Fehler gefunden? Jetzt melden.

0 Kommentare

Leave a Comment

Your email address will not be published. Required fields are marked *